Perfekte Auszeit in der Wintersonne: Die besten Tipps für eine gelungene Schneeschuhwanderung

Es ist doch jedes Jahr das Gleiche: Kaum wurden Vorsätze über die Steigerung der eigenen Sportlichkeit geschmiedet, droht der Otto-Normalverbraucher schon wieder in seinem Alltagstrott zu versinken. Dabei kann es doch so einfach sein, die natürlichen Bedingungen seiner Umgebung sportlich zu nutzen. Und was ist zur kalten Jahreszeit bequemer und einfacher als eine schöne Winterwanderung?

Schon Goethe schrieb: „Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“. Ein beeindruckendes Berg-Panorama, ein frischer Luftzug und der Klang geschäftiger Wintertiere, Mittel- und Hochgebirge laden zu einem besonders winterlichen Urlaubserlebnis ein. Bei Ihnen liegt kein Schnee? Dann packen Sie einfach Ihre Schneeschuhe ein und fahren Sie zu schneebedeckten Gipfeln.

Dass Wandern nicht nur eine Tätigkeit der Beine, sondern auch ein Zustand der Seele ist, erahnen wohl mehr als die Hälfte aller Deutschen. Laut einer aktuellen Studie, so zeit.de, geben junge und reifere deutsche Wanderfreudige mehr als elf Milliarden Euro pro Jahr für Ausrüstung, Verpflegung und Vorbereitung aus.

Sofern die Witterung es zulässt, kann zu jeder Jahreszeit gewandert werden. Sogar im Winter sind 20 bis 25 Prozent der Deutschen wandertechnisch unterwegs. Wandern ist gesund und fordert den eigenen Kreislauf – bei richtiger Dosierung der sportlichen Anstrengung – nicht allzu sehr. Eine richtig verstandene Wanderung – und nicht etwa nur ein etwas größerer Spaziergang – umfasst nach Definition des Deutschen Wanderverbands einen Zeitraum von etwa einem halben Tag, an welchem eine Strecke von durchschnittlich 13 Kilometern bei gemäßigter bis zügiger Geschwindigkeit abgelaufen wird.

Bei einer Winterwanderung im Schnee passen sich Schneeschuhe den oftmals unwirtlichen Bedingungen des Bodens optimal an. Sie ermöglichen auch die Beschreitung von unwegsamem Gelände und ermöglichen somit im besonderen Maße einen Zugang zu den Schönheiten der Natur. Eine Schneeschuhwanderung ist also eine wunderbare Auszeitmöglichkeit vom grauen Büro-Alltag. Bevor Sie jedoch direkt in die Schneeschuhe schlüpfen und loswandern, sollten Sie noch etwas Zeit in die Vorbereitung investieren, die durchaus wichtig ist und einiges an Vorwissen braucht.

Wer sich eine Organisation einer umfangreichen Wanderung nicht zutraut und hier lieber auf professionelle Unterstützung setzt, der kann auch z.B. bei Mydays einfach eine geführte Schneeschuhwanderung buchen und so die entspannte Art der Organisation wählen. Denn der gewiefte Gipfelstürmer weiß: „Ein Gipfel gehört Dir erst, wenn Du wieder unten bist. Denn vorher gehörst Du ihm“. Da Sie das „Warum“ und „Wo“ Ihrer Wanderreise sicherlich schon geklärt haben, sollten Sie jetzt noch folgende Tipps beherzigen, um Ihre Tour unversehrt zu überstehen:

  • Was sollte ich in meinen Rucksack packen?
  • Welche Kleidung sollte ich anziehen?
  • Wie kann ich meinen Energiespeicher voll halten?

1. Was sollte ich in meinen Rucksack packen?

Eine allgemeingültige Packliste für Winterwanderungen gibt es nicht: Dennoch sollten Sie beim Richten des Rucksacks folgende drei Leitpunkte im Hinterkopf behalten:

  • Notfall: Sie haben sich verletzt oder fühlen sich unwohl? Eine kleine Reiseapotheke in Form von Heftpflastern, einer Mullbinde, Kopfschmerzmittel und Verletzungssalben hilft jetzt. Packen Sie noch Traubenzucker ein, denn der hält Sie bei akutem Unterzucker fit.
  • Orientierung: Was machen Sie, wenn Ihr Wanderweg bis zur Unkenntlichkeit zugeschneit ist? Richtig: Dann brauchen Sie neben einer Karte ein GPS-fähiges Gerät (die meisten Mobiltelefone) oder einen Kompass.
  • Sonnenschutz: Unterschätzen Sie nicht die Sonne und den Strahlen reflektierenden Schnee! Packen Sie daher eine gute Sonnenbrille (am besten mit seitlichem Strahlungsschutz) und eine gute Sonnencrème (mindestens Lichtschutzfaktor 15) ein!

Eine ausführlichere Packliste – speziell für Schneeschuhtouren– finden Sie hier.

2. Welche Kleidung sollte ich anziehen?

Wenn Sie wandern gehen, strengen Sie Ihren Körper natürlich zwangsläufig an. Das heißt: Sie werden nach und nach schwitzen und im Winter aber gleichzeitig auch frieren, da sie die zumeist kalte und mürrische Witterung nicht in Ruhe lassen wird. Klar: Das „Zwiebelschalenprinzip“ hat sich bewährt; jedoch könnten Sie recht schnell eine Erkältung bekommen, sollte sie Ihrem Hitzestau nachgeben wollen.

Wie kann also diese Diskrepanz – zwischen weder frieren noch schwitzen wollen – aufgelöst werden? Ganz einfach: Nutzen Sie für kleine und große Wanderetappen atmungsaktive Kleidungsstücke für die inneren Schichten und eine wasser- und windbeständige „Softshelljacke“ für die äußerste Kleidungsschicht! So bleibt ihr Körper sowohl trocken als auch warm.

Legen Sie dabei besonderen Wert auf eine hohe Qualität beim Material Ihrer Kleidungsstücke. Eine bequeme und funktionsstarke Kleidung wird Ihre Stimmung beim Wandern maßgeblich verbessern. Sie sollten also stets darauf achten, eine optimale Bekleidung für Ihre Winterwanderung zu tragen:

  • Schnee-Handschuhe
  • Schnee-Hose
  • Schnee-Jacke
  • Schnee-Leggins (am besten gut passend)
  • Schnee-Mütze
  • Schnee-Pullover
  • Schnee-Shirts (am besten aus Funktionsfasern)
  • Schnee-Socken (am besten gut passend)
  • Schnee-Unterwäsche

3. Wie kann ich meinen Energiespeicher voll halten?

Fürs Frühstück gilt: Bitte achten Sie darauf, dass Sie sich beim Frühstück nicht zu satt essen, ansonsten beeinträchtigt ein zu voller Bauch nachhaltig Ihre Bewegungsfreudigkeit. Die Lösung: Eher leicht frühstücken. Ein kompletter Verzicht aufs Frühstück kann hingegen nicht empfohlen werden. Wo soll Ihr Körper andernfalls seine dringend benötigten Kohlenhydrate und Fette herbekommen?

Zur Mittagszeit: Prinzipiell könnt Sie auf Ihrer Wanderung essen, was Sie wollen. Wichtig ist jedoch, dass Sie Ihrem Körper bei Belastung rasch die verbrauchte Energie zurückgeben können und dass Sie regelmäßig trinken! Es lohnt sich hierbei, mehrere kleine Pausen zum Essen und Trinken zu machen. Damit ersparen Sie sich auch Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Durch welche Lebensmittel erhalten Sie schnell Energie? Hier eine kleine Auswahl leichter und sättigender Speisen:

  • Brot (am besten noch mit Honig oder Marmelade)
  • Nüsse
  • Obst (am besten Bananen)
  • Pasta-Gerichte

Beim Abendessen gilt es wiederum, viel zu trinken (wobei damit nicht Bier und Wein gemeint sind, sondern Wasser, Tee o..ä.). Ebenso sorgen Gemüse, Hülsen- und Trockenfrüchte dafür, dass Sie an benötigtes Kalium, Magnesium und Natrium kommen. Gut verdauliche Milchproteine helfen zusätzlich beim Muskelaufbau und stärken Ihr geschwächtes Immunsystem.

Unabhängig davon, ob Sie ein eher anspruchsvoller, ein kritischer oder ein weltoffener Wanderer sind, jeder hat sein persönliches Wandererlebnis. Und alle eint eine Erkenntnis: Egal ob ein Wanderer ein Gebirge erklimmt oder in ein Tal hinabsteigt, ob er bis ans Ende der Welt geht oder auch nur um sein Haus herum spaziert, er trifft immer nur sich auf seinen Wegen. Welcher Wandertyp sind Sie? Machen Sie hier den Check. Ihnen eine tolle Schneeschuhwanderung!

Bildnachweis: Von PlanetSportMultiaventura [CC0] via pixabay

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