Outdoor-Handys: Das sollten Sie wissen

Outdoor-Handys sind besonders robust und eignen sich für alle, die sich sehr gern - und nicht nur bei gutem Wetter - im Freien aufhalten oder bei Wind und Wetter draußen arbeiten müssen. Natürlich profitiert davon auch jeder, der sein Handy vor Stößen oder sonstigem schützen möchte.

Doch was ist eigentliche das Besondere an einem Outdoor-Handy? Was hat es mit der IP-Zertifizierung auf sich und warum ist sie sehr wichtig? Worauf muss daneben beim Kauf geachtet werden? Spannende Fragen, auf die wir einige Antworten gefunden haben.

Was sind die Besonderheiten eines Outdoor-Handys?

Outdoor-Handys sind, verglichen mit herkömmlichen Geräten, besonders robust, sodass ihnen Stöße, Stürze, Nässe, Hitze oder erhebliche Verschmutzungen in der Regel nichts anhaben können. Daher sind sie perfekt für alle, die sich häufig im Freien aufhalten oder extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt sind. Manche Geräte halten Temperaturen von - 25 bis + 55°C stand.

Was den Job angeht, ist das Handy vor allem auf dem Bau vielen Gefahren ausgesetzt, beispielsweise wenn es vom Gerüst herunterfällt. Das Gleiche gilt bei Freizeitaktivitäten, beispielsweise beim Klettern. Auch hier kann es schnell zu Schäden kommen. Das Outdoor-Handy ist für viele der ideale Dauerbegleiter, denn das Display besteht aus widerstandsfähigem Hartglas und das Innere ist meist durch ein gummiertes Gehäuse oder harten Kunststoff optimal geschützt. Dies wirkt wie eine Art Stoßdämpfer und bietet bestmöglichen Schutz vor Stößen und erheblichem Druck. Bezüglich der Funktionalität steht es anderen Geräten in nichts nach. 

Was ist die IP-Zertifizierung?

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Handy gemäß der internationalen Schutzklassen zertifiziert ist. IP heißt "International Protection" und verdeutlicht, wie gut das Gehäuse des Geräts gegen Schmutz, Staub und Nässe geschützt ist.

Die erste Ziffer steht für die Widerstandskraft des Handys gegen Staub, Sand oder anderen Fremdkörpern und die zweite für die Resistenz gegen Wasser. Handys mit der Zertifizierung IP 54 schützen weitestgehend vor Schmutz, Staub und Spritzwasser. Die Schutzklassen IP 68 und IP 67 verhindern ein Eindringen von Fremdkörpern, beispielsweise Schmutz, Staub und Wasser.

Handys mit der Schutzklasse IP 68 sind wasserdicht und können zusätzlich 30 Minuten lang unter Wasser sein, bei einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern. Somit ist es beispielsweise möglich, auch unter Wasser Fotos zu schießen und Videos aufzunehmen. Ein Outdoor-Handy der Klasse IP 68 ist demnach am besten geschützt, während bei der Kombination IP 00, kein Schutz gegenüber äußeren Einflüssen besteht.

Worauf ist beim Kauf eines Outdoor-Handys neben der IP-Zertifizierung zu achten?

Robustheit

Besonders wichtig ist natürlich eine hochwertige Bauweise und Robustheit, denn Outdoor-Handys müssen mehr aushalten als herkömmliche Geräte. Ein Blick auf die jeweilige IP-Schutzklasse verdeutlicht die Outdoor-Tauglichkeit. In der Kombination mit einem Display aus Gorilla-Glas, einem Gehäuse aus Aluminium und einer Handyhülle aus stoßabsorbierenden Materialien wird die Gefahr durch Kratzer und Druckeinwirkung erheblich verringert. 

Ausstattung und Funktionsumfang

Outdoor-Handys verfügen über unterschiedliche Besonderheiten, beispielsweise eine integrierte leistungsstarke Taschenlampe. Zudem ist die Bedienung mit Arbeitshandschuhen meist problemlos möglich, was beispielsweise auf dem Bau von Vorteil ist. Ein klarer Empfang mit hochwertigen Lautsprechern ist vor allem in lauteren Umgebungen sinnvoll. 

Akku

Ein hochwertiger Akku sorgt für ein langes Durchhaltevermögen und ist wichtig für alle, die ihr Handy nicht andauernd aufladen möchten. Die Leistung des Akkus wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Bei guten Outdoor-Handys beträgt sie 1.500 bis 3.000 mAh. 

Zusammenfassung

Ein Outdoor-Handy ist für die Nutzung im Freien konzipiert, da es sehr stoßfest und witterungsbeständig ist. Schmutz, Nässe, Hitze, Kälte, Stöße, Erschütterungen und Stürze überstehen die widerstandsfähigen Geräte unbeschadet. Zertifizierte Outdoor-Handys widerstehen extremen Bedienungen. Bei der Schutzklasse IP 68 handelt es sich sogar um ein wasserdichtes Gehäuse.

Bildnachweis: Von adrian [Lizenz] via unsplash.com

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