Nürnberger Stadtrundgang mit Wöhrder Wiesen und entlang der Pegnitz


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 2 Min.
Höhenmeter ca. ↑170m  ↓170m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Runde entlang der Pegnitz und durch ihre Arme in Nürnberg ist pickepacke voll mit Sehenswürdigkeiten. Wir starten am Nägeleinsplatz und gehen über die Maxbrücke über die Pegnitz und über den Henkersteg zum Henkerturm mit einem Museum der Kriminalgeschichte. Auf der anderen Seite ist der Wasserturm.

Wir sind jetzt zwischen zwei Pegnitzarmen am Trödelmarkt, den wir überqueren. Rechts von uns ist in der Pegnitz die Schwabeninsel. Wir gehen links über den anderen Pegnitzarm zum Hauptmarkt und sind an den Fleischbänken, wo im Mittelalter das Fleisch sortiert und auf Bänken angeboten wurde. Malerisch spannt sich die Fleischbrücke (16. Jh.) in einem Bogen über den Fluss. Sie verbindet die Bezirke St. Sebald und St. Lorenz. Wir bleiben auf unserer Seite der Pegnitz und kommen zur Museumsbrücke (1700), die in zwei Bögen über die Pegnitz führt.

Die Brunnenskulptur Narrenschiff bei der Spitalgasse zieht Blicke an. Sie entstand in Anlehnung an die Moralsatire von Albrecht Dürer. Rechts des Wegs liegt im Kreuzigungshof das Heilig-Geist-Spital (15. Jh.). An einem Synagogendenkmal vorbei gehen wir über die Spitalbrücke zur Insel Schütt mit Grünflächen und der Volksschule. Wir sind erneut von zwei Pegnitzarmen umschlossen, bevor wir über den Hoher Steg gehen. Ziel sind die Wöhrder Wiesen.

Die Wöhrder Wiesen sind eine innerstädtische Grünfläche mit einigen Angeboten für Erholung und Freizeitgestaltung. Hervorzuheben ist das Erfahrungsfeld der Sinne mit Anregungen für die Sinnesorgane. In der Umgebung sind Fakultäten der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Wir nehmen den Johann-Soergel-Weg, der uns entlang dem Wöhrder See bringt, wo die Pegnitz breiter verläuft. Wenn wir entlang dem Seewiesenweg gehen, überqueren wir die jetzt wieder schmalere Pegnitz und umrunden über den Leo-Bayer-Weg sowie den Wöhrder-Wiesenweg die Auenlandschaft von See und Fluss. Am Freibad Bayern vorbei kommen wir zum Tullnauweiher im Tullnaupark.

Rings rum sind einige Gleise. Wir sind am Zeltnerweiher im Stadtteil Gleißhammer. Der Zeltnerweiher umgibt das Zeltnerschloss, das drei Mal neu errichtet wurde, zuletzt 1955. Beim Haltepunkt Nürnberg-Dürrenhof queren wir die Gleise, gelangen zur Bahnhofstraße und zur Technischen Hochschule. Dann gehen wir zu den Wöhrder Wiesen zurück und kommen wieder an die Pegnitz und zum Marientorgraben. Dort ist das Stadtarchiv Nürnberg sowie die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg mit einem Museum. In der Nähe ist ein Gewerbemuseum und Uhrenmuseum sowie ein großes Kino (Cinecittà). Gegenüber ist die Insel Schütt. Wir lassen die Heubrücke rechts liegen, gehen Richtung Museumsbrücke und kommen an den Resten eines einstigen Franziskanerklosters vorbei, wo Teile einer Bank drin sind.

Von uns aus gesehen hinter der Findelgasse erhebt sich die Kirche St. Lorenz (13.-15. Jh.) am Lorenzer Platz, dahin müssten wir einen Abstecher machen. Wir flanieren durch die Kaiserstraße und Obere Wörthstraße. Von dort geht es zum Unschlittplatz, der wegen seiner mittelalterlichen Baudenkmäler zu den historisch wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Nürnberger Altstadt (Lorenzer Altstadt) gehört. Ganz markant ist das Unschlitthaus, das 1491 als einer von sieben Kornspeichern Nürnbergs gebaut und im alten Stadtgraben errichtet wurde, sehr schön ausgeführt mit gotischem Portal und durchbrochenen Treppengiebeln. Sieht man nicht oft! Der Nordteil des Gebäudes musste nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut werden.

Wir gehen die Untere Kreuzgasse entlang zur Fußgängerbrücke Kettensteg mit Fronveste und Schlayerturm auf einer Flussinsel. Die Fronveste (1490) sind Teil der letzten Stadtbefestigung von Nürnberg. Die Fronveste waren Waffenarsenal, Gefängnis, Altenheim und Unterkunft für Studenten oder Aussiedler. Am Hallertürlein vorbei, einem Fußgängertor der alten Stadtbefestigung, kehren wir über den Maxplatz zum Nägeleinsplatz zurück.

Bildnachweis: Von Dr. Bernd Gross - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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