Montabaurer Höhe

Die Montabaurer Höhe liegt im Südwesten des Westerwalds. Sie wird eingerahmt von der Senke um die Kreisstadt Montabaur im Osten, dem Kannenbäckerland im Norden, der Lahnsteiner Pforte im Südwesten und dem Emsbachtal im Süden. Die Montabaurer Höhe ist die größte zusammenhängende Waldfläche des Westerwalds. Dünn besiedelt und nur von einer größeren Straße durchzogen – der Bundesstraße B 49 – soll sie langfristig als Rückzugsort für Wanderer, Walker und Radfahrer erhalten bleiben.

Neben der Ransbacher Mulde, die landschaftlich zwar zur Montabaurer Höhe, kulturgeschichtlich jedoch bereits zum Kannenbäckerland zählt, ist die waldreiche Gegend der Montabaurer Höhe nur an ihrem Südwestrand besiedelt. Die Landschaft hier wird in der Augst genannt.

Der eigentliche Mittelpunkt der früheren Kirchspiels Augst ist Arzbach am Südrand der Montabaurer Höhe. Arzbach rechnet man heute jedoch dem Emsbachtal zu. Die anderen vier Gemeinden in der Augst sind Neuhäusel, Kadenbach, Simmern und Eitelborn, die allesamt zur Verbandsgemeinde Montabaur im Westerwaldkreis gehören. Bereits im Jahr 959 fand die Augst urkundliche Erwähnung bei einer Gebietsbeschreibung der Pfarrei Humbach, dem späteren Montabaur.

Landschaftlich ist die Montabaurer Höhe durch einen rund 20km langen gekrümmten Quarzit-Höhenzug charakterisiert, der sich von der Lahnmündung bei Niederlahnstein bis kurz vor Montabaur erstreckt. Diese Wasserscheide zwischen Rhein und Lahn ist für den Ackerbau ungeeignet, weshalb sich hier eine zusammenhängende Waldfläche von gut 50 Quadratkilometern ausdehnt.

Die Montabaurer Höhe wird seit über 3.000 Jahren von einer Handelsstraße passiert, deren Lauf heute in etwa die Bundesstraße B 49 folgt. Auch die Römer wussten um die strategische Bedeutung des Höhenzugs für den Schutz des Rheintals. Sie zogen den obergermanischen Limes von Hillscheid über die Montabaurer Höhe nach Arzbach ins Emsbachtal. Diesem Weg folgt heute der Limes-Wanderweg.