Mit der Ledertasche auf Wanderschaft


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Da hat man sich dazu entschlossen, die Schönheit der Bundesrepublik mal zu erforschen. Und dann das: Auf der Tour durch Ulm („In Ulm, um Ulm und um Ulm herum“), genauer gesagt auf der Ulmer Stadtmauer verabschiedet sich die inzwischen sehr betagte Tasche direkt vor den Augen Ihrer Wandergruppe aus dem Dienstgeschehen ins Nimmerwiedersehen.

„Rest in Pieces“, sagt man da in Abwandlung an den Spruch „Rest in Peace“ und dann wird es halt Zeit für eine Neue – beispielsweise eine Ledertasche von https://www.holzrichter.berlin/

Wie pflege ich meine Ledertasche?

Nachdem man die Tasche käuflich erworben hatte, stellt sich natürlich die eine, die wichtige Frage: Wenn ich verhindern will, dass sich das Qualitätsprodukt irgendwann in seine Bestandteile auflöst, muss ich es pfleglich behandeln – und natürlich auch pflegen. Aber wie? Welche Möglichkeiten gibt es da?

Die sogenannte „Ledermilch“ findet vor allem bei glattem oder geprägten Leder, ebenso Flechtleder Verwendung. Auch auf folgende Fragen sollte man achten:

Von welchem Tier stammt das Leder?

Wie ist die Struktur beschaffen?

Handelt es sich um eine der folgenden Lederarten?

Für all diese Möglichkeiten existieren Spielarten der Pflege. Über die Verwendung der Ledermilch habe ich ja schon gesprochen – aber es gibt auch sogenanntes „Lederfett“, das beispielsweise nicht für Lackleder oder ganz selten für Glattleder verwendet werden sollte. Welche Mittel sich genau für die Pflege der Handtasche eignen und welche nicht, verraten uns die Pflegehinweise, die jedem Produkt beigelegt sind.

Imprägnieren

Schon im Jahr 1963 wies der große Cary Grant im Film „Charade“ auf die Wichtigkeit des Imprägnierens von Kleidung hin.

Gut, sein Charakter stand in Klamotten unter einer Dusche und er war eher durch Zufall, denn durch wirkliche Absicht in die Situation geraten. Aber erstens ist es nur ein Film und zweitens rutschen wir somit elegant in einen weiteren Themenbereich der Frage „Wie kann ich Leder pflegen“ hinein – das Imprägnieren.

Auch heutzutage, etwa bei der Anschaffung neuen Schuhwerks, ergibt sich die Situation. Die freundliche Person des verkaufenden Gewerbes wird fragen: „Wollen Sie die Schuhe imprägnieren?“

Lederpflege von HOLZRICHTER Berlin

„Warum sollte ich das tun?“, erwidern wir die Frage mental. Durch eine schnelle Suche über eine Suchmaschine unserer Wahl erfahren wir dann, dass eine Imprägnierung Leder vor Feuchtigkeit aller Arten schützt und sollte sie ausbleiben, unschöne Wasserflecken entstehen können, die das Aussehen der Tasche doch arg in Mitleidenschaft ziehen. Und so – wir wollen ja, dass unsere Tasche nicht in zwei Monaten so aussieht, als besäßen wir sie schon seit mindestens zwei Jahrzehnten – kommen wir nicht umhin, als uns dem Imprägnieren zu widmen.

Da es nicht allzu gesund sein dürfte, die Imprägnierspraydämpfe einzuatmen, empfehlen wir an dieser Stelle, nicht in geschlossenen Räumen mit diesem Werkstoff zu arbeiten, sondern die frische Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winterluft für diese Aufgabe zu suchen. Und da die Imprägnierung nicht ewig hält – sie hat eine Haltbarkeit von sechs bis acht Wochen – wird empfohlen, dies nach Auflösung der Schutzschicht zu wiederholen.

Das Wandern ist der Tasche Lust

Nach diesen Sicherheitsvorkehrungen ist die Tasche aber einsatzbereit und kann mitgenommen werden. Schon ist man wieder gestiefelt und gespornt und los geht’s, die schönen Ecken dieser Welt besuchen, oder „die eigenen Vorstellungen von Schönheit zu erweitern“, wie es Frank Goosen einmal über seine Heimat, das Ruhrgebiet zu sagen pflegte. Neben den berühmten „Kreuzfahrten“, die man im Ruhrgebiet erleben kann („Westhofener Kreuz, Herner Kreuz, Hagener Kreuz, Kerpener Kreuz“) lassen sich auch im Ruhrgebiet die Möglichkeit ausgiebige Wandertouren hinter sich bringen, etwa die Rundwanderung durch das Niederdorfer Holz.

Fazit

Wandern wir nicht sowieso alle gerne? Hat nicht der Komiker Hape Kerkeling mit seinem Buch „Ich bin dann mal weg“ eine Wanderwelle auf den Jakobsweg losgelassen? Und Sie sind mit Ihrer neuen Ledertasche, in der Sie den Proviant aufbewahren, mitten im Geschehen. Eines Tages besuchen Sie auch noch einmal die schöne Stadt Ulm, um Ihrer Wandergruppe die neue Ledertasche zu präsentieren. Und der neuen Tasche zu zeigen, wo die Alte in Stücken ruht.

Bildnachweis: Von Holzrichter Berlin (alle Rechte vorbehalten)


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderratgeber erschienen.
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