Linzer Höhe

Tourist-Information
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Die Verbandsgemeinde Linz am Rhein gibt sich selbst den Slogan: Rhein und Höhe. Das ist die perfekte Beschreibung der Linzer Höhe, einem Bergriegel der Rheinischen Schiefergebirgsplatte, der Rheintal und Wiedtal als Wasserscheide trennt und nordöstlich in die Asbacher Hochfläche übergeht. Die Südbegrenzung wird durch das Staierbachtal zwischen Bad Hönningen und Waldbreitbach gebildet.

Am Rhein ist die Stadt Linz das historische und kulturelle Zentrum der Linzer Höhe. Linz liegt etwa in der Mitte des unteren Mittelrheintals zwischen Neuwied und Bonn. Auf der gegenüberliegenden Uferseite mündet die Ahr an der Goldenen Meile bei Remagen-Kripp in den Rhein.

Die Besiedlungsgeschichte lässt sich bis in die Zeit um 600 v.Chr. belegen. Eine Ringwallanlage auf dem Hummelsberg bei St. Katharinen wurde 1936 dokumentiert, ist danach aber völlig dem intensiven Steinbruchbetrieb zum Opfer gefallen.

Linz wird erstmals 874 erwähnt und gehörte bis 1250 den Grafen von Sayn. Dann fiel Linz an den Kurfürst von Köln und wird 1320 mit Stadtrechten ausgestattet. Die Befestigung beginnt und findet ihren Höhepunkt 1365 mit dem Bau der Burg Linz, um die Erhebung von Zoll machtvoll zu untermauern. Das Zollrecht hatte der Kurfürst zuvor der Nachbarstadt Andernach abgenommen.

In diesem Zusammenhang – so die Legende - planten 1474 die Einwohner von Linz am Rhein einen Angriff auf Andernach. Am besagten Morgen jedoch gingen zwei Andernacher Bäckerlehrlinge die Stadtmauer entlang und naschten aus den dort hängenden Bienennestern. Als sie die Angreifer sahen, warfen sie die Nester nach ihnen, so dass die Linzer – von den Bienen gestochen – flüchten mussten. Zur Feier wurde erstmals ein besonderer Kuchen gebacken – der Bienenstich.

Vom Rheintal zieht sich ostwärts steil die eigentliche Linzer Höhe aufwärts – bis auf 422m, die der Meerberg als höchste Erhebung der Linzer Höhe bei Kasbach-Olenberg markiert. Die kleine Kasbachtalbahn – die zu den zehn steilsten Bahnstrecken Deutschlands zählt – bringt heute noch in einem Schienenbus Typ 798 aus den 1950er Jahren am Wochenende Gäste die gut 9km vom Rheintal auf die Höhe bei Vettelschoß.

Die vulkanischen Kuppen der Berge auf der Linzer Höhe wurden weitgehend durch den Basaltabbau abgetragen. Dementsprechend ist die Landschaft heute durch große Basaltsteinbrüche geprägt, in denen sich teilweise Seen gebildet haben. Der Landschaftsraum ist überwiegend bewaldet mit ausgeglichener Verteilung von Laub- und Nadelholz.

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