Kraiger Seental und Kraiger Schlösser


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Länge: 14.8km
Gehzeit: 04:09h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Diese Runde wird sehr abwechslungsreich, mit Wald, Wiesen, Wasser. Burgen, Ruinen und Schlösser bezaubern zusätzlich. Wir wandern mit dem Einödbach, umrunden den Kulm (873m) und sind im Schutzgebiet Kraiger Schlösser unterwegs. Die denkmalgeschützten Kraiger Schlösser (Hochkraig und Niederkraig), sind Teil einer Burgenkette, die die einstige Herzogstadt St. Veith umgab.

Der Kraiger See, unser Ausgangsort bei Seebichl, liegt südlich des Ortes Kraig in Kärnten, in der hügeligen Landschaft der Wimitzer Berge. Der unverbaute Kraiger See glazialen Ursprungs wurde 1974 aufgrund zunehmender Nährstoffsättigung mit einer künstlichen Tiefenwasserableitung versehen, seinerzeit die erste in Kärnten.

Wir umrunden sein Ost- und Nordufer, wandern nach Einöd zum nächsten See. Mit dem Einödbach leicht ansteigend und durch den Wald streifen wir weitere idyllisch gelegenen Gewässerchen. Wir wechseln die Seite zwischen zwei Seen und wandern aufsteigend zu den Burgen, wobei wie an der Kapelle St. Johann (um 1730) vorbeikommen und dahinter die Burg Niederkraig sehen. Die ausgedehntere Niederkraig und die auf einem Felsen schroff aufragende Hochkraig wurden vermutlich beide um 1300 errichtet und zwischen ihnen ist im Wald ein Aquädukt.

Die Ruine Hochkraig, rund 100m über der Talsohle, wurde 1934 mit einem eindeutigen Symbol und Schriftzug versehen, geriet hinterm Grün in Vergessenheit, tauchte unangenehm wieder auf und wurde erst 2019 umgestaltet. Aus einem Hakenkreuz wurde ein Fensterkreuz.

In Kehren wandern wir durch den Wald ansteigend, kommen auf rund 915m und dann zum Schlossbauer, dessen Hof von einer Wiese umgeben ist, an dessen Rand die Turmburg steht. Anschließend kommen wir an Hochkraig vorbei, das wir aus der Entfernung sahen.

Abwärts geht’s durch den Wald an den Einödbach mit weiteren Teichen. Es erwartet einen bestens erhaltene spätmittelalterliche Schloss Frauenstein in der gleichnamigen Gemeinde. Schloss Frauenstein entstand als kleine Wehranlage (Wasserburg) auf einer felsigen Terrasse im 12. Jahrhundert. Das Schloss (Privatbesitz) entstand im 16., zeigt sich mit Rundtürmchen und Erkern.

Die nächste Burg ist nicht weit. Die Burgruine Freiberg auf dem 803m hohen Freiberg (12. Jahrhundert) präsentiert sich mit einem restaurierten Bergfried und dem Rest eines weiteren Turms. Die Burgkapelle ist zum Teil erhalten und erhielt auch eine Restaurierung. Wir wandern das Stück von der Burg wieder hinab auf den Weg und gelangen durch das kleine Grassen. Weiter führt der Weg nun an der Ostflanke des bewaldeten Kulms entlang in Richtung Einöd und wir kommen schließlich am Westufer des Kraiger Sees zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Niki.L [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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Wanderziele am Weg
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