Klosterweg Bestwig-Meschede


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑531m  ↓540m
Wegzeichen Klosterweg Bestwig

Das Bergkloster Bestwig und die Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede liegen ca. 16km Fußweg auseinander. Dass diese Distanz eine gute Pilgertagestour ist, kam den Machern des Klosterwegs 2012 in den Sinn und die beiden Ordensgemeinschaften, bei denen man auch nach Voranmeldung übernachten kann, wiesen den Klosterweg aus. Wir wandern von Ost nach West, von Bestwig nach Meschede und kommen an Stationen mit spirituellen Impulsen vorbei.

Wir folgen dem geschwungen weißen K, das in ein W übergeht auf einem magentafarbenen Hintergrund. Wir starten an der Ordensgemeinschaft der Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel in Bestwig – kurz: dem Bergkloster Bestwig. Es ist das Mutterkloster des Ordens mit dem Kürzel SMMP, das der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft angehört.

Zum Gebäudekomplex in Bestwig gehört auch eine Berufsschule. Dass die Schwestern hier sind, ist dem Umstand gegolten, dass man zu Zeiten der Deutschen Teilung eine Niederlassung in Westdeutschland brauchte. Die Wahl fiel auf Bestwig und der Einzug folgte 1968. Die Ordensgemeinschaft bietet durch ihre zahlreichen Angebote rund 200 Menschen einen Arbeitsplatz.

Wir umrunden die Pfarrkirche Christkönig aus den 1950ern und wandern gen Süden aus Bestwig hinaus und hinauf zum Ostenberg, wo wir nach rund 3,4km bei 544m am höchsten Punkt des Klosterwegs sind, von Wald umgeben.

Wir kommen ins Naturschutzgebiet Hohler Stein und durch eine Tannenbaumschule zur Veledahöhle, mit einer Ganglänge von 243m und drei Eingängen. Die bedeutsame Höhle ist in Teilen nur per Führung zu besichtigen.

Neben der Halbeswiger Straße wandern wir an den Südrand von Velmede und sehen da das Fünfwundenkreuz und die Kapelle Unbefleckte Maria. Mit Wald, Waldrand und Wiegen kommen wir nach Wehrstapel an die Ruhr. Wir queren das Gleis und die Ruhr und kommen zu den Skulpturen in der Ruhraue, den 18 Sauerländer Kantenköppen, die aus alten Fachwerkbalken geschaffen wurden.

Der Weg schlängelt sich durch die Wiesen südlich der A46. Hinter der Talbrücke Berkey ist Eversberg mit der Burg Eversberg. Unsereiner pilgert weiter nach Meschede und kommen zur Wallanlage Hünenburg auf einem Bergvorsprung. Sie entstand im 9./10. Jahrhundert. Man sieht nur noch wenige Mauerreste.

Das Ziel ist nahe. Die Abtei Königsmünster in Meschede ist recht großzügig angelegt und beherbergt einige Angebote: Jugendgästehaus, Gymnasium der Benediktiner, eine Abtei-Gaststätte und allem voran die Abteikirche, daneben Wirtschaftsbetriebe und ein Klosterladen. Der Klosterkomplex entstand nach einem Wettbewerb ab dem Jahr 1930. Die Abteikirche wurde während des Zweiten Vatikanischen Konzils geplant und folgt der damals neuartigen Formen- und Gestaltungssprache. Sie wurde 1964 geweiht.

Bildnachweis: Von Friedhelm Dröge [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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