Hunauweg Etappe 5 Referinghausen - Korbach


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑383m  ↓433m
Hunauweg Etappe Referinghausen Korbach

Die Schlussetappe auf dem Hunauweg beginnt in Referinghausen im Tal der Wilden Aa. Die Wilde Aa, die auch schon mal Ah oder Aar genannt wird, ist ein 27km langer Zufluss der Orke. Der Hunauweg folgt der Wilden Aa flussabwärts und leitet zunächst nach Oberschledorn.

Das kleine Örtchen Oberschledorn rund um die 1896 erbaute St. Antonius Kirche geriet 2007 in die Schlagzeilen: Hier hatten sich drei Jihad-Terroristen eingemietet, um Bombenattentate vorzubereiten. Die Polizei machte die Sauerland-Gruppe allerdings dingfest, bevor größerer Schaden entstehen konnte.

Hinter Oberschledorn, das noch zum nordrhein-westfälischen Medebach gehört, passiert der Hunauweg die Landesgrenze nach Hessen und ist nun im Waldecker Land. Hier wandert man weiter durchs Tal der Wilden Aa nach Nieder-Schleidern mit seiner sehenswerten Fachwerkkirche von 1731.

Hinter Nieder-Schleidern mündet die Neerdar in die Wilde Aa und der Hunauweg folgt weiter dem kleineren Zufluss in Richtung Norden bis nach Alleringhausen. Hier wurde 1841 der Unternehmer Louis Peter geboren, der später die Corbacher Gummiwerke gründete, die 1929 von der Continental AG übernommen wurden und bis heute der größte Arbeitgeber in der Region sind.

In Alleringhausen verlässt der Hunauweg die Tallandschaft und führt am den Fuß des Wipperbergs (529m) entlang nach Lengefeld. Hier steht die schmucke Wasserburg Lengefeld, deren Ursprünge im 13. Jahrhundert liegen. Im Herrenhaus liegt der Stumpf eines quadratischen Wohnturms, der vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammt. Die von außen sichtbaren Gebäude selbst wurden in späteren Jahren gebaut und kontinuierlich erneuert. Die früheren Wassergräben sind heute vollständig verfüllt. Burg Lengefeld ist in Privatbesitz und kann nur von außen in Augenschein genommen werden.

Das letzte Wegstück auf dem Hunauweg leitet den Wanderer schließlich nach Korbach, dem Verwaltungssitz des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Am Westwall geht es nach rechts und die Altstadt wird umrundet. Etwas unschön führt der Hunauweg dann über die Heerstraße zum Bahnhof in Korbach. Wer mit GPS-Gerät und Karte unterwegs ist, sollte lieber den Weg durch die Altstadt nehmen und die gotische St. Kilian Kirche ansteuern und später durch den Stadtpark den Bahnhof ansteuern.

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