Hohenwarter Wendelins-Fuchsklingen-Turm-Marathon


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 45 km
Gehzeit o. Pause: 10 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑918m  ↓918m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten unsere Biet-Runde in Pforzheims höchstgelegenstem Stadtteil Hohenwart und dort in der Schönbornstraße. Es geht auf dem Wolfsgrubenweg gleich in den Wald hinein. Bald verlassen wir den Wolfsgrubenweg aber wieder, wandern auf schmalem Pfad halbrechts hoch und kommen wieder am Waldrand heraus.

Nun halten wir uns links weg gehend zunächst am Wald- und Ortsrand, um dann einen Rechtsschwenk zu machen. Der Köpflesweg bringt uns wieder in den Wald, führt uns um das Köpfle herum. Bald erreichen wir den Hamberger Torweg und biegen auf ihn nach links ein. Bald sind wir an der Hegarhütte, jetzt führt uns der Teschenwaldweg zum Neuhausener Teilort Hamberg.

Auf der Industriestraße wandern wir nun in Hamberg durch dessen Industriegebiet – nomen est omen. Wir kommen vorbei am Gemeindezentrum St. Wolfgang und sind dann auch schon bald an der St. Wolfgang-Kirche, die über ein dreistimmiges Bronzegeläut aus der Glockengießerei Hamm aus Frankenthal verfügt.

Es geht nun Richtung Steinegg, kurz nach dem Ortsende von Hamberg machen wir aber einen Rechtsschwenk und nehmen Kurs Richtung Neuhausen. Die Steinegger Straße wird überquert, es geht nun wieder ein wenig bergauf, aber bald auch schon wieder durch die Seewiesen bergab und an den beiden Seen vorbei.

Nun steigt der Weg wieder an, wir steigen zur St. Wendelins-Kapelle auf. Die 1683 erbaute Kapelle thront auf der Anhöhe zwischen Neuhausen und seinem Ortsteil Steinegg. 1723 im Auftrag von Karl Dietrich von Gemmingen ausgestattet, erfolgte 1740 eine erste Renovierung und eine zweite nach starken Beschädigungen zu Ende des zweiten Weltkrieges, ehe sie 2009 grundlegend saniert wurde. Davor hatte sie freilich auch mit Diebstählen ihre Probleme, 1935 wurde das Antependiumsbild des Hochaltars entwendet und in den Sechzigerjahren verschwanden auch noch die übrigen Bilder des Altaraufbaus mit seinen geschnitzten Palmwedeln und Sonnenblumen. Geblieben ist dem saalartigen, halbrund schließenden Kapellenbau mit seinem charakteristischen hölzernen Vordach über dem Vordereingang freilich die herrliche Lage.

Nach Besichtigung der Wendelinskapelle folgen wir ein Stück dem Ostweg, überqueren dabei die Steinegger Straße und halten uns dann geradeaus. Nach links können wir weit ins Heckengäu schauen, Steinegg liegt dabei zu unseren Füßen, und auf der anderen Seite des Würmtals thront Tiefenbronn. Wir bleiben auf dem Höhenrücken, wandern links am Wald entlang und tauchen bald auch kurz in ihn ein, bis wir die Volkert-Hütte erreichen.

Hier halten wir uns rechts, treten hinaus aufs freie Feld und wandern dann – vorbei an einem Rudel lustiger Schweine - hinunter zum Welzgraben, über ihn hinweg und gleich darauf auch über die Lehninger Straße. Nun wollen, längst wieder der Hagebutte folgend, einige Höhenmeter gewonnen werden, bis wir auf guten 500 Meter NN am Büchelberg oben sind. Das Wacholderheidegebiet, ein Naturschutzgebiet schon seit 1939, lassen wir links liegen, überqueren bald die Münklinger Straße und wandern durch die Felder, auf denen uns mancher Reiter begegnet, zum Reiterhof Toll.

Dort geht es rechts ab und hinein in den Wald. Bald überqueren wir die Landstraße und steigen auf schmalem Pfad bergan. Dann führen uns Gründlesweg und Köpflesweg zum und über das Möttlinger. Nach Überquerung der Landstraße nehmen wir dann Kurs Simmozheimer Hörnle.

Vorbei am Hörnle geht es weiter Zielrichtung Neuhengstett, bald wird das nach Simmozheim führende kleine Sträßchen überquert und weiter geht es durch Wiesen und Äcker, bis wir die Landstraße erreichen. Kleines Intermezzo hier, dann tauchen wir über die Klingenäcker nach Neuhengstett ein. Ottenbronner und Calwer Straße bringen uns zum Friedhof und dort verlassen wir Neuhengstett wieder.

Der Neuhengstetter Bach ist nun vorerst unser Begleiter, wird später zum Tälesbach. Inzwischen sind wir auf Asphalt unterwegs und weil wir beim Mönchlochgraben die Abzweigung hinunter zum Tälesbach verpassen, bleiben wir das auch bis zur Fuchsklinge. Hier beim alten Bahnwärterhaus (siehe auch http://www.fuchsklinge.de/) ist gut einzukehren. Ein Bahnwärterhaus braucht es übrigens nicht mehr, nachdem die alte Schwarzwaldbahn von Weil der Stadt nach Calw, die hier durch einen Tunnel führte, eingestellt wurde.

Weiter geht es jetzt nach Hirsau hinab und zum Ernstmühler Weg. Jetzt wandern wir zwischen Bahngleis und Nagold nach Ernstmühl, wo wir die Eisenbahnlinie unterqueren und nun Bahn und Nagold links neben und unter uns haben. Wir nähern uns Bad Liebenzell an, müssen aber zunächst einmal noch Kletterarbeit verrichten. Ein Gewitter muss wohl nachts zuvor einen mächtigen Baum umgehauen haben, der nun quer über dem Wanderweg liegt. Also mitten durch die Äste förmlich geklettert und dann ist auch Bad Liebenzell erreicht.

Über die Gleise hinweg und ab Richtung Kurpark. In selbigem überschreiten wir die Nagold, die in der Folge rechts von uns fließt, derweil wir Bad Liebenzell durchwandern. Am Ortsausgang wechseln wir dann wieder die Nagoldseite, der Fluss bleibt aber weiter unser Begleiter. Wir passieren das Polarion und kommen bald nach Monbach.

Wir bleiben weiter auf dem Talweg, der uns in der Folge nach Dennjächt und im weiteren Verlauf nach Unterreichenbach bringt. Der Klebwald wird in voller Länge durchwandert, dann geht es auf dem Geisertweg hinauf auf die Höhe. Wir kommen zu den Hohenwarter Sickinbrunnenäckern und gleich darauf zur Zettelwaldhütte, dann bringt uns der Haldenweg schließlich, vorbei am Fernmeldeumsetzer, zur Unterreichenbacher Straße, die wir bei der alten Linde überqueren.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Aussichtsturm „Hohe Warte“ die uns schon längst zum Besteigen lockt. 192 Stufen locken auf den 44 m hohen hölzernen Aussichtsturm. Und der Aufstieg lohnt. Man kann von der auf 573 m NN gelegenen Plattform weit ins Land schauen. Hofacker- und Eselsweg bringen uns danach zum Waldrand und Ermlandstraße und Hohlstraße zur 1490 erbauten Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrem spätgotischen Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss. Aus dem Jahr 1734 stammt die heute noch zu bewundernde Schrankorgel. Bis 1955 wurden die Heilig-Kreuz-Kirche für regelmäßige Gottesdienste genutzt, dann trat sie nach dem Neubau der katholischen Kirche ins zweite Glied, um 1980 vollständig renoviert zu werden. Schöner Link dazu: http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/HohenwartBegehung2008.html

Wir sind nun auf der Zielgeraden, auf der Wilhelmstraße geht es, vorbei am Doppelkreuz, hinunter zur Schellbronner Straße. Sie wird überquert, rechts grüßt uns der  Ortsbrunnen, wird sind auf der Schönbornstraße. Noch ein paar  Meter die Schönbornstraße hinunter und wir sind am Ausgangspunkt unserer Wanderung angekommen.

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