Hochsauerländer Schluchtgebirge

Gasthof DiemeltalGasthof Diemeltal

Das Sauerland ist nicht nur das Land der tausend Berge, sondern vor allem auch das Land der tausend bewaldeten Berge. Und wo Nadelbäume gut gedeihen, da wachsen auch Weihnachtsbäume prächtig. Das haben Waldbauern rund um Bestwig erkannt, und so gibt es heute eine ganze Anzahl an Betrieben, die sich auf diesen Wirtschaftszweig spezialisiert haben: Weihnachtsbäume, Tannengrün und Gestecke.

Vielerorts gibt es das Angebot, sich den Weihnachtsbaum für das heimische Wohnzimmer direkt selbst zu schlagen. Für beide Seiten ein gutes Geschäft: Der Weihnachtsbaum-Anbauer spart sich die Fällarbeit. Und für Familien ist es ein ganz besonderes Erlebnis, den Baum selbst auszusuchen, zu fällen und aus dem verschneiten Wald zu ziehen.

Mitte des 19. Jahrhunderts allerdings war eine ganz andere Branche bestimmend: der Bergbau. Der Bestwiger Ortsteil Ramsbeck war das Zentrum eines regelrechten Goldrauschs, zu Hunderten strömten die Menschen herbei, um ihr Glück zu machen. Wobei man vielleicht eher von einem Blei- oder Zinkrausch sprechen sollte, denn das waren unter anderem die Erze, nach denen man in den Gruben rund um Ramsbeck schürfte. Ganze Ortschaften entstanden damals neu, etwa das Örtchen Andreasberg. 1854 bezog ein ganzer Treck Arbeiter aus Sachsen die Häuser, die die Bergwerksleitung ihnen hier notdürftig gezimmert hatte.

Der Name des Naturraums Hochsauerländer Schluchtgebirge deutet schon an, welche Art Landschaft man sich hier vorzustellen hat: Bewaldete Mittelgebirgshöhen, die von tief und steil eingeschnittenen Flusstälern durchzogen sind. Vor allem die beiden Täler der Valme und der Elpe sind es, die die Region südlich von Bestwig prägen. Fast parallel verlaufen sie von der Nordflanke der Hunau her kommend nach Norden hin zur Ruhr, wo sie bei Bestwig bzw. Ostwig münden. Zwischen den beiden Tälern erheben sich die Bergrücken, von denen der Stüppel (732m) der höchste ist. Ein kleiner Geheimtipp ist übrigens die Bahnfahrt von Bestwig nach Winterberg. Die Strecke ist wenig befahren, bietet aber ausgesprochen reizvolle Sauerländer Ansichten.

Nördlicher Nachbar des Sauerländer Schluchtgebirges ist der Arnsberger Wald nördlich der Ruhr. Der Fluss bildet die Abgrenzung, auch wenn die ruhrnördlich gelegenen Orte Nuttlar, Grimlinghausen und Föckinghausen verwaltungstechnisch ebenfalls zu Bestwig gehören. Im Osten schließt sich das obere Ruhrtal rund um Olsberg an, im Süden das Fredeburger Land mit dem Höhenzug der Hunau. Im Westen liegt Meschede im Hennetal.