Hachenburg Geschichte

Hachenburgs Geschichte beginnt mit der Gründung der gleichnamigen Burg um 1180, deren Bau 1212 unter Graf Heinrich III. von Sayn vollendet wurde. Unter ihm erfolgte gleichzeitig der Bau des benachbarten Zisterzienserklosters Marienstatt.

1314 erhielt Hachenburg, dessen Namen sich von einem durch ein Dorngebüsch geschützten Burgberg herleitet, das Stadtrecht. Die ursprüngliche Siedlung lag nicht am 390m ü. NN. liegenden Burgberg, sondern im etwa 1,5 km entfernten, 100 Meter tiefer liegenden Tal des Rothbaches, an der Stelle des heutigen Ortsteiles Altstadt, das erstmals 1343 (zur Abgrenzung gegen das jüngere Hachenburg) urkundlich erwähnt wurde.

Die dortige im 12. Jahrhundert entstandene, romanische St. Bartolomäuskirche (heute eine evangelische Kirche), ist das älteste noch erhaltene Bauwerk Hachenburgs, gefolgt vom Steinernen Haus (Zur Krone) aus dem 15. Jahrhundert am Alten Markt im Stadtzentrum. Die Schlosskirche entstand erst später und erlebte mehrere Umbauten bis zum 18. Jahrhundert. Die katholische Kirche Maria Himmelfahrt war zunächst die Kirche eines Franziskanerklosters aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde 1813 Pfarrkirche.

Am 13. Oktober 1654 brannte bei einem großen Stadtbrand neben großen Teilen der Innenstadt auch die Burg nieder. Graf Salentin von Manderscheid und Graf Georg Friedrich von Sayn-Hachenburg bauten Stadt und Burg (nun aber als Barock-Schloss) wieder auf. Die Innenstadt hat noch heute die von ihnen angeordnete Gestalt. Die meisten der schönen Fachwerkhäuser der Friedrichstraße, der Herrnstraße, des Alten Marktes, der Perlgasse, der Mittelstraße, der Judengasse und der Wilhelmstraße stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das weitläufige Barockschloss wurde nach den Plänen des Architekten Julius Ludwig Rothweil in den Jahren 1715 bis 1746 erbaut.

1799, nach dem Tode des letzten Burggrafen, fiel die Grafschaft an Nassau-Weilburg und Hachenburg verlor seinen Status als Residenzstadt.