Hühnerstraße

Die Hühnerstraße zwischen Limburg und Wiesbaden im Untertaunus hat nichts mit dem lieben Federvieh zu tun, wenngleich man heute diesen Abschnitt der Bundesstraße B 417 auch gerne als Chicken Highway bezeichnet. Der Namensursprung kommt aber wohl eher vom alten Wort hune oder hön, was Riese bzw. hoch heißt und sich auch im Wort Hünengrab wiederfindet.

Man vermutet, dass die alte Handelsstraße – Teilstück der Verbindung zwischen Frankfurt am Main und Köln – wegen vieler hier gefundener Hünengräber aus der Hallstattzeit zu ihrem Namen kam. Jedenfalls wurde im Laufe der Zeit aus der Hünerstraße die Hühnerstraße und daraus schließlich der Chicken Highway.

Wie dem auch sei: Entlang der Hühnerstraße reihen sich einige interessante Orte aneinander, die heute zu den Gemeinden Hünfelden im Kreis Limburg-Weilburg und Hünstetten im Rheingau-Taunus-Kreis gehören. Begrenzt wird das hier behandelte Gebiet durch das Limburger Becken im Norden, den Goldenen Grund im Osten, den Aartaunus im Westen und Taunusstein im Süden.

Auf der Reise von Mensfelden nahe Limburg bis Oberlibbach, das an der Grenze zu Taunusstein liegt, begegnen uns einige interessante Sehenswürdigkeiten wie das Kloster Gnadenthal, die Burgruinen in Kirberg und Wallrabenstein, das Bechtheimer Gebück, der Beuerbacher See, die Dreifaltigkeitskirche in Strinz-Trinitatis und nicht zuletzt die Hühnerkirche.