Goldstattour: Bieselsberg, sein Observatorium und die Mönchelsteine


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Stunden 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑459m  ↓459m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten unsere Bieselsbergrunde am kleinen Wanderparkplatz an der Straße zwischen Bieselsberg und Unterlengenhardt beim Maisenbacher Weg. Der führt uns durch den Wald und vorbei an einem Feuchtbiotop zum Waldrand und weiter zum Bieselsberger Observatorium. Die Sternwarte hat eine Geschichte: Eine kleine Gruppe von acht Schülern und Studenten war der Ausgangspunkt zur Gründung des Astronomischen Arbeitskreises Pforzheim mit jetzt rund 70 Mitgliedern, der sich, so seine Satzung, der Öffentlichkeits- und Jugendarbeit hinsichtlich astronomischer Bildung verpflichtet hat.

Seit 1982 vereinigt der eingetragene Verein alle Sternfreunde aus Pforzheim, dem Enzkreis und dem Landkreis Calw und er betreibt auch die Sternwarte Bieselsberg, die seit dem Herbst 2003 in Betrieb ist. Die günstige Lage eines Südhangs in circa 600 Metern Höhe, mitten im dünnbesiedelten Nordschwarzwald, bildet einen idealen Standort. Langjährige vorherige Beobachtungen mit transportablen Teleskopen haben die Streulichtarmut und Nebelsicherheit dieser Lage bewiesen. Der tiefe Südhorizont erlaubt die Beobachtung und Fotografie südlichster Himmelsobjekte in Fornax, Walfisch, Schütze oder Skorpion. Auf der Sternwarte gibt es auch regelmäßige Führungen und Veranstaltungen für die Öffentlichkeit, derzeit regelmäßig zweiwöchentlich an Mittwochabenden. Wer sich näher dafür interessiert:http://www.sternwarte-bieselsberg.de/sternwarte.html

Weiter geht es auf dem Maisenbacher Weg zu einer in Steine gemeißelten Schöpfungsgeschichte. Wir überqueren hier die verlängerte Schauinslandstraße, wandern weiter über die Wiesen, vorbei am Bieselsberger Flugplatz. Heute ist kein Flugverkehr, die Modellbauer und Modellflieger sind wohl nur am Wochenende zugange. Wir machen einen weiten Bogen, sind bald im Wald und kommen mit dem Härdebenweg zur Oberen Bieselssteige, die uns weiter führt.

Von hier ist es nur noch ein Katzensprung hinunter zum Rattenkönig. „Rattenkönig“ geht auf eine Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg zurück, als ein Holzhändler anstelle einer zunächst ausgesprochenen Todesstrafe durch Sturz von der obersten Zinne des Turmes der Burg Liebenzell nach dort verbannt wurde, wo sich im Lauf der Zeit ob der nachlässigen Bewirtschaftung durch jenen Holzhändler eine Rattenplage entwickelte. Die ganze Geschichte kann hier nachgelesen werden: http://www.opencaching.de/viewcache.php?wp=OC763B

Weil Katze aber nur Mäuse, nicht aber Ratten mag, bleibt jener Katzensprung aus. Der Viertelesweg führt uns nun am Nagoldhang entlang. Wir durchwandern eine Buntsandsteinwelt mit den Mönchelsteinen als Höhepunkt. Weiter geht es auf dem Viertelesweg auch nach der Kreuzung mit dem Brunnenweg und später dem Unterreichenbacherweg. Wir sind immer schön oberhalb des Nagoldtales, machen einen weiten Bogen und sind nun oberhalb des Kapfenhardter Tales.

Wir treffen auf die Herdgasse, die uns weiter führt, dann folgt die Kreuzung, aber der es rechts auf schmalem Pfad in Serpentinen hinunter zu den Kapfenhardter Mühlen ginge. Wir halten uns aber links und steigen auf etwas breiterem Weg hinauf nach Bieselsberg. Vorbei an grasenden Pferden kommen wir zum alten Forsthaus, dann führt uns ein Fußgängerweg in den Ort hinein, wir überqueren die Firedenstraße und die Grünstraße führt uns, vorbei an einem Bauernhof und vorbei an Kälbern und Ziegen, wieder zum Maisenbacher Weg. Links grüßt das Observatorium, wir halten uns rechts und kehren auf altbekanntem Weg zum Waldparkplatz zurück, wo sich der Wanderkreis schließt.

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