Gießener Landrücken

Restaurant & Gästehaus „Am Kirchlein“Restaurant & Gästehaus „Am Kirchlein“

Der Gießener Landrücken erstreckt sich südöstlich von Gießen und bildet den Übergang zum Taunus im Südwesten, der Wetterau im Süden und dem Laubacher Hügelland im Südosten. Zum Wandergebiet Gießener Landrücken zählen die Gemarkungen der Städte Linden und Pohlheim sowie die Gemeinde Fernwald.

Der Gießener Landrücken ist recht zerschnitten von der Verkehrsinfrastruktur. Die Autobahnen A 5 und A 45 führen hindurch wie die Bundesstraßen B 49 und B 457, im Norden markiert der Gießener Ring mit der A 485 den Übergang zum Stadtgebiet von Gießen. Aber dennoch gibt es für Wanderer wie fast überall in Deutschland auch auf dem Gießener Landrücken einiges zu entdecken.

In Sachen Natur etwa lohnt ein Ausflug in den Bergwerkswald, der mit seinen unzähligen Tümpeln ein wichtiger Lebensraum für Molche und Kröten ist. Ein ehemaliger Übungsplatz der US Army wurde auf gut 168ha als Naturschutzgebiet Hohe Warte ausgewiesen und bei Steinbach finden sich sehr schöne Streuobstwiesen.

In Sachen Kultur ist zuallererst der Limes zu nennen, der von Butzbach kommend durch das Gebiet von Pohlheim führt und hier seinen nördlichsten Punkt erreicht. Der Römerturm auf dem Sandberg erinnert daran und bietet zugleich einen schönen Blick hinein ins „Barbarenland“ nördlich der Wetterau. Ebenfalls spannend: Das Kleinkastell Holzheimer Unterwald. Hier wurden die Fundamente des Kastells nachgebildet und man bekommt einen Eindruck, wie ein Wachlager am Limes aufgebaut war.

Aus neueren Zeiten stammt die Grüninger Warte, ein schöner Aussichtsturm auf dem Stumpf einer früheren Windmühle, das Hüttenberger Heimatmuseum mit viel Informationen zum benachbarten Hüttenberger Land, Kirche und Pfarrhaus in Großen-Linden und die evangelische Kirche in Annerod.