Geo-Lehrpfad Kannenbäckerland (Westerwald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑338m  ↓338m
Geo-Lehrpfad Kannenbäckerland

Das Kannenbäckerland im Südwesten des Westerwalds ist bekannt für seine Tonvorkommen, die größten Europas. Über Jahrzehnte wurden zwischen Bendorf am Rhein und Wirges Flaschen (Kannen) für die Mineralwasserbrunnen im Taunus produziert und in alle Welt verschickt.

Um den geologischen Spuren im Kannenbäckerland nachzugehen, wurde der Geo-Lehrpfad Kannenbäckerland eingerichtet. Startpunkt ist in Nauort, am Westrand des Ransbacher Mulde. Von hier geht es im Uhrzeigersinn zunächst nach Süden.

Man passiert an Station 1 einen Holzkohlemeiler und kommt zur Teufelstreppe, eine Ansammlung riesiger Quarzblöcke in einer Erosionsrinne. Auf dem Weg vom Teufelsberg (210m) hinab ins Brexbachtal kommt man an einigen Stollenmundlöchern vorbei. Dann erreicht man den ehemaligen Nauorter Bahnhof. Zwischen den Büschen noch die alte Bahnsteigkante. Hier befand sich einst ein Haltepunkt der Brexbachtalbahn für den Personen- und Gütertransport. Picknicktische laden heute zu einer Rast ein.

Über Stromberg wandert man nach Caan. Im flachen Gelände zwischen Caan und Stromberg entdeckt man oft noch markante Geländekanten. Hier wurden einst die meterdicken Bimsschichten im Tagebau abgebaut und zu Bimssteinen verarbeitet.

Bei Caan knickt der Geo-Lehrpfad und passiert den Westhang des Pfahlbergs (346m), ein Vulkangipfel, über dessen Kuppe sich viele Basaltblöcke verteilen. Vom Pfahlberg hat man eine reizvolle Aussicht in den Westerwald, bevor es wieder zurück nach Nauort geht.