Gefahren beim Wandern: Verletzungsrisiken minimieren, Wanderlust maximieren


(+) vergrößern
Artikelbild

Wandern ist etwas Herrliches. Durch Täler, Wälder und Auen zu wandern und auf unbekannten und neuen Pfaden die Natur hautnah zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Oder auch tagelange Touren zu organisieren und dann bestimmte Bergregionen zu erobern, ein Erlebnis der besonderen Art und meist bleiben diese Eindrücke für immer verewigt.

Doch die Kehrseite der Wanderlust sind die vielen Gefahren, die das Kraxeln auf unbekannten Wegen und Pfaden zu mit sich bringen kann. Da kann dann schon mal der falsche Tritt hoch gefährlich sein und die Verletzungsgefahr ist nicht gerade gering. Umso mehr sollte man sich als Wanderbursche auf jeden Fall vor jeder Wandertour so gut es geht schützen können und von A bis Z alles Denkbare und Mögliche mit einplanen und berücksichtigen.

Gut versichert?

Eine gute Reiseunfallversicherung deckt vieles ab und ist neben der herkömmlichen Krankenversicherung ein ideales Rundumpaket zum Schutz vor den meisten Eventualitäten. Da reicht schon ein leichtes Abrutschen in den Bergregionen im Ausland und schon kann es recht kompliziert werden, wenn es um die Behandlungen vor Ort geht oder es sich um einen schnellen Rücktransport nach Deutschland handelt und vieles mehr. Auch sind in vielen Ländern die medizinischen Einrichtungen nicht mit den deutschen Standards vereinbar und gleichzustellen. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte sich diesbezüglich absichern.

Wandern in den Bergen

Die Sonne strahlt und die Schweißperlen kullern über die Stirn. Es ist heiß und der Himmel schient wolkenlos. Doch besonders in der Bergwelten kann sich das Wetter von jetzt auf gleich binnen weniger Minuten drastisch ändern. Und was ist, wenn man noch etliche Stunden vom Ziel entfernt ist und es weit und breit keine Wetterhütte, geschweige denn ein Unterschlupf vor Ort ist? Starke, plötzliche Regenfälle können Schlammlawinen lassen jeden Schritt zur Rutschpartie werden. Und ein plötzlicher Kälteeinbruch, sogar mit Schnee, kann für eine gehörige Unterkühlung sorgen.

Damit man sich hier gut vor Unfallrisiken schützen kann, muss im Vorfeld besonders die jeweilige Wetterlage wie auch Prognose studiert werden. Gerade bei längeren Touren und kommt es dennoch zum Wetterumschwung, kann man sich mit diesen Tipps gut helfen: Am besten stets das Wetter vor Ort beobachten und jede Wolkenbildung und Windstärke ernst nehmen. Unterkünfte und Hütten auf der Tour abstecken und kennzeichnen. Kommt es zu heftigen Gewittern ist der Unterschlupf unter einzelnen Bäumen (wenn vorhanden) gut, unter einzelnen Bäumen sollte allerdings vermieden werden. Dabei dann auch Seen und Bäche oder Flüsse und Flussbetten meiden, ebenso wie Höhlen und Felsübergänge, Gräben und Felswände. Denn diese können sich binnen kürzester Zeit bei Regen zu Gefahrenzonen bilden und die Steinschlaggefahr ist groß.

Das Handy sollte immer an Bord sein und wer sich allein zum Wandern aufmacht, was man in der Regel allerdings nicht tun sollte, sollte immer vor Antritt der Wanderung Bekannte und Freunde über das Vorhaben und die genaue Route informieren. Ist man mit einer ganzen Gruppe unterwegs, sollte man sich in mehrere kleine Gruppen aufteilen, damit im Ernstfall Hilfe geholt werden kann.

Übrigens: Auch beim Wandern in Wäldern und Tälern und freien Flächen und Steppen ist oberstes Gebot das Wetter immer im Blick zu haben und auch vorzubeugen, für den Fall der Fälle, was zu tun ist und was man bestmöglich machen kann, um unverletzt zurück zu kehren.

Die richtige Ausrüstung ist das A und O

Ohne die richtige Ausrüstung kann schon die kleinste Tageswanderung zum großen Alptraum werden. Und dies mit teils lebensbedrohlichen Folgen. Hier ist es wichtig, dass allein das Schuhwerk passend ausgesucht ist. Fesselhoch sollten die Wanderschuhe sein, mit gutem und griffigen Profil und mit Fußbett. Verstärkungen an Fesselgelenken und schnürbar. Denn manchmal sind die Socken etwas dicker, wenn es in die Berge geht, und manchmal etwas dünner.

Dementsprechend sollten die Schuhe gelockert angepasst werden können. Ebenso sind Regenjacke, Pulli, Hut oder Tuch für den Kopf als Sonnenschutz und auch Sonnencremes mit hohem Sonnenschutzfaktor sind gesundheitlich anzuraten. Dazu die Sonnenbrille, die Wanderstöcke zum Abstützen und auch die Hosen können kurz und lang sein. Hier haben sich die Hosen bewährt, die sich mittels Reißverschluss verkürzen oder verlängern lassen. Leichte Jacken lassen sich prima um die Hüfte binden und bei Wind und Bedarf wieder schnell anziehen. Die Unterwäsche sollte aus Naturfasern sein und Feuchtigkeit schnell auf- und wieder abgeben können. Der Rucksack sollte hochwertig sein und mit genügend Trinkflüssigkeit, sowie kleineren, energiereichen Snacks befüllt sein. Tipp: Wer große Touren plant, sollte möglichst nur Gleichgesinnte mit Wandererfahrungen an Bord haben. Auch dies kann die Verletzungsgefahren minimieren.

Bildnachweis: Von Matthias Münning [Lizenz] via Unsplash


Dieser Artikel ist im Ressort Planung und Vorbereitung erschienen.
Die Wandertour wurde zu Deiner Merkliste hinzugefügt