Gebirgsfest-Tour Stollen und Pingen: dem Bergbau im Hochsauerland auf der Spur


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑434m  ↓434m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gasthof DiemeltalGasthof Diemeltal

Wenn man in Nordrhein-Westfalen über Bergbau spricht, na klar, dann denkt man zuerst ans Ruhrgebiet. Und dann kommt lange nichts. Doch Bergbau war auch in vielen anderen Regionen von NRW ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, z.B. im Hochsauerland.

Seit dem Mittelalter in den Wäldern zwischen Olsberg und Brilon Eisenerz abgebaut. Am Eisenberg (595m) – nomen est omen – ist nachweislich seit dem 14. Jahrhundert Bergbau dokumentiert. Bis 1916 wurde am Eisenberg Erz abgebaut. U.a. erinnert der Gewerkenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) an diesen Teil der sauerländischen Wirtschaftsgeschichte. Und wir werden auf unserer heutigen Tour auch den Gewerkenweg teilweise beschreiten.

Start der Runde zu Stollen und Pingen ist an der Tourist-Information in Olsberg, da, wo der Gierskoppbach in die junge Ruhr einmündet. Wir folgen der Ruhr ein kurzes Stück flussaufwärts zur Ruhrstraße, halten uns hier links, am Kreisverkehr rechts und dann ins Mühlenufer.

Wir kommen durch den Kurpark Olsberg ins Gierskoppbachtal, wo sich die Schlaufe öffnet. Es geht erst auf die Nordschleife. Man passiert die Hüttenstraße und kommt dann durch die Kienegge zur kleinen Brücke über die Eisenbahntrasse der Oberen Ruhrtalbahn (von Schwerte nach Warburg). Dann geht es ins Sitterbachtal und wir können eine Zwischenrast am Waldhotel Schinkenwirt einlegen.

Nun sind wir unterwegs am Eisenberg. Auf dem Eisenberg wurde seit dem Mittelalter zunächst im Tagebau in sogenannten Pingen, ab dem 18. Jahrhundert dann mit Stollen dem Erz nachgejagt. Hier an der Südflanke des Eisenbergs rund um den Maxstollen wurde das Naturschutzgebiet Eisenberg und Maxstollen ausgewiesen.

Der Maxstollen ist ein bedeutendes Winterquartier für Fledermäuse, insbesondere für Großes Mausohr, Kleine Bartfledermaus und Teichfledermaus. Der Buchenwald wird von Kalkfelsen durchzogen und ist Lebensraum für Spechte. Auch Uhus wurden hier schon gesichtet, die aber wahrscheinlich die ihr Brutgebiet an den Bruchhauser Steinen haben. Wer will, kann sich an der Wassertretstelle am Maxstollen die Füße kühlen.

Wir drehen eine Runde um den Eisenberg, passieren dabei die Gemarkungsgrenze nach Olsberg und treffen später auf die Sauerland-Waldroute und den Olsberger Kneippwanderweg. Letzterer gibt uns nun die Richtung zurück vor. Es geht zur Wassertretstelle am Papendiek und zurück zur Roten Brücke an der Bahnlinie.

Ab hier wandern wir nun durch den Roten Weg zur Landstraße, passieren diese und kommen zurück ins Gierskoppbachtal, wo wir durch den Kurpark zurück zur Tourist-Information in Olsberg spazieren.

Diese Wandertour wurde zum 69. Gebirgsfest des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) ausgearbeitet. Das 69. SGV-Gebirgsfest findet am 30. Juni und 1. Juli 2018 in Olsberg (Hochsauerland) statt. Weitere Informationen zum SGV-Gebirgsfest finden Sie hier.

Bildnachweis: Von Martin Lindner [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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