Flusswandern: Tipps fürs erfolgreiche Furten von Flüssen

Wandern ist nicht automatisch Wandern. Mit der Auswahl der Strecke bzw. Planung der Tour können Hindernisse unterschiedlichster Art auftreten. Ist der Weg dabei nicht besonders steil oder rutschfest ist er möglicherweise sogar wässrig.

Sind Brücken und andere Übergänge nicht vorhanden, sind Wanderer auf das Furten angewiesen. Um jedoch sicher auf die andere Seite des Flusses zu kommen, ist eine ausführliche Planung der entscheidende Faktor.

Eine ausführliche Inspektion ist notwendig

Um beim Furten nicht schnell den Anschluss oder die Orientierung zu verlieren, müssen die Eckpfeiler der Strecke bekannt sein. Darunter fällt vor allem die Richtung der Strömung. Verläuft diese am anderen Ufer, sollte die Wahl auf eine andere Stelle fallen. Ist die Tiefe des Wassers außerdem zu hoch, ist der Übergang zusätzlich ungeeignet. Die Knietiefe ist in diesem Zusammenhang ein optimaler Richtwert. Besteht der Fluss außerdem aus Teilungen, ist zwecks Sicherheit das Furten in kleineren Abständen zu empfehlen.

Auf die Technik kommt es an

Furten will gelernt sein. Ohne die Einhaltung der richtigen Technik sind Unfälle praktisch vorprogrammiert. Im Wesentlichen ist entscheidend, dass die Bewegung stromaufwärts und in senkrechter Haltung erfolgt. Dabei ist zu beachten, dass die Geschwindigkeit zur Gefahr werden kann. Lieber langsamer und konzentriert Furten ist eine sichere Devise. Während dem Übergang gilt es außerdem, zu tiefe Stellen zu vermeiden. Gleichzeitig sollte auch nach Steinen oder kleinen Inseln Ausschau gehalten werden. Kaltes Wasser kann zwar die Durchblutung anregen, ist aber auf Dauer doch eher unangenehm.

Die richtige Kleidung darf nicht unterschätzt werden

Ebenso wie bei Wanderungen im Trockenen muss auch beim Furten auf die passende Kleidung geachtet werden. Dabei können auch die Umstände der Strecke einen Einfluss haben. Ragt das Wasser gänzlich über die Schuhe, sind Gamaschen oder ein verstellbarer Hosenbund eine wichtige Ergänzung. Unangenehme Wassereinbrüche werden dadurch verhindert.

Furten ist zwar barfuß möglich - sorgt aber für eine erhöhte Verletzungsgefahr. Hier sollte ein zweites Paar Schuhe mitgenommen werden, um die kostbaren Wanderstiefel nicht zu beschädigen. Während der Überquerung können sie entweder im Rucksack verstaut oder außen befestigt werden. Um auch das Ersatzpaar nicht unnötig zu durchnässen, sind feste Sandalen die wohl beste Lösung.

Sind zusätzlich zum Fluss auch die Temperaturen der Umgebung niedrig, braucht auch der Oberkörper den entsprechenden Schutz. Dies dient nicht nur zur Sicherung der Wärme, sondern auch im Falle möglicher Kontakte mit dem Wasser. Das in diesem Fall die Auswahl des Materials entscheidend ist, geht auch aus gesammelten Informationen der Website Fitforbeach hervor: “Wenn Baumwolle mit Wasser in Berührung kommt, nimmt es die Feuchtigkeit gut auf, durchnässt allerdings sehr schnell und benötigt dann lange Zeit zum Trocknen. Künstliche Stoffe, wie z.B. Polyester trocknen sehr schnell.” Um im Falle kurzfristiger Gleichgewichtsverluste vorbereitet zu sein, sollte beim Kauf darauf geachtet werden. Muss der Fluss mit einer angesaugten Jacke überquert werden, sind damit nur unnötige Anstrengungen verbunden.

Trekkingstöcke sind eine gute Hilfe

Selbst im Falle einer noch so gründlichen Inspektion, können unerwartete Gegebenheiten des Flusses die Angelegenheit verkomplizieren. Deswegen, lohnt es sich, auch Trekking-Stöcke zum Furten mitzunehmen. Nicht nur winterlichen Bedingungen, sondern auch wässrigen Hindernissen kann damit getrotzt werden. Eine etwas günstigere Alternative kann auch ein Knüppel sein, der ebenfalls zur körpereigenen Stützung dient.

Bildnachweis: Von Kristina Wagner [Lizenz] via unsplash.com

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