Erbeskopf Gipfelsteig (Hunsrück)


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Länge: 8.56km
Gehzeit: 02:15h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Der Erbeskopf (816m) ist nicht nur der höchste Berg im Hunsrück, sondern auch gleich in ganz Rheinland-Pfalz und im linksrheinischen Teil Deutschlands. Wer zum Erbeskopf hinauf fährt und sich ein bisschen vor Ort umschauen will, ist mit dem Gipfelsteig gut beraten.

Der Gipfelsteig Erbeskopf ist in zwei Varianten ausgeschildert, wobei der stilisierte Pfotenabdruck einer Wildkatze den Wegverlauf vorgibt. Wir sind die längere Tour gegangen. Startpunkt ist das Hunsrückhaus auf dem Erbeskopf.

Das im Jahr 2000 eröffnete Hunsrückhaus ist der zentrale Anlaufpunkt für Besucher des Erbeskopfs. Ziel des Hunsrückhauses ist es, Touristen und Einheimischen, Fachleuten, Schulklassen, Kindergruppen und der breiten Öffentlichkeit die Natur und Umwelt des Hunsrücks ein Stück näher zu bringen. Es gibt u.a. eine interaktive Ausstellung zur Natur des Hunsrücks, einen Waldspielplatz, einen Sinnespfad – und auch was zu essen und zu trinken.

Man wandert auf dem Gipfelsteig nun vor bis zur begehbaren Gipfelskulptur Windklang, die 2011 installiert wurde. Die Landmarke ist einerseits ein Aussichtsturm, andererseits ein sinnliches Experiment, denn je nach Wetterlage und Standort produziert die Skulptur unterschiedliche Töne. Jedes Wetter spielt hier seinen eigenen Song.

Dann kommt man rechterhand der Radarstation Erbeskopf zum Erbeskopfturm, einem 11m hohen Aussichtsturm, der 1971 in Betrieb genommen wurde und den zehn Jahre zuvor gesprengten Kaiser-Wilhelm-Turm ersetzte. Zwischen den mittlerweile hoch gewachsenen Bäumen hindurch reicht die eingeschränkte Aussicht vom Erbeskopfturm dennoch bis zur Eifel.

Hinter dem Erbeskopfturm geht man rechts und kommt zum Gottlob, einem kleinen Findling mit dem Wort „Gottlob“ beschriftet. Der Stein erinnert an einen alten Pfad, den Reisende von der Mosel aus über den Erbeskopf nach Birkenfeld nahmen. Hier war die höchste Stelle erreicht und man konnte den schweißtreibenden Anstieg mit dem Wort „Gottlob“ für beendet erklären.

Jetzt wandern wir tiefer hinein in den Hunsrücker Hochwald bis zur Siegfried-Quelle, einem beliebten Ziel für Wanderer. Hier soll Hagen von Tronje Siegfried hinterrücks erstochen haben. Doch das ist wohl eher Legende. Wahrscheinlicher ist, dass die Quelle nach dem des Försters benannt wurde, der die Quelle im 19. Jahrhundert entdeckte.

Von der Siegfried-Quelle wandern wir zum Springenkopf (784m), einem Nebengipfel des Erbeskopf, und wieder zurück zum Hunsrückhaus. Hier kann man sich nun wahlweise stärken oder eines der vielen Angebote am Erbeskopf wahrnehmen, wie z.B. ein Besuch des Waldseilgartens oder eine rasante Fahrt mit der Sommerrodelbahn.

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