Dreiborner Hochfläche

Als Wandergebiet fassen wir die Dreiborner Hochfläche weiter auf, als sie naturräumlich zugeschnitten ist. So zählt die gesamte Gemarkung der Stadt Schleiden wie auch die Gemeinde Kall zum Wandergebiet Dreiborner Hochfläche, das sich im Norden weit ins Waldgebiet des Kermeters hineinzieht.

Ein absolutes Muss für einen Besuch des Nationalparks Eifel ist natürlich der Kermeter, der sich zwischen Rurtal und Urfttal erstreckt. Der Natur-Erlebnisraum Wilder Kermeter bietet sogar die Möglichkeit, sich die Naturschätze auf einem barrierefreien Weg anzuschauen.

Südlich des Kermeters erstreckt sich der Urftsee, der bei seiner Errichtung Anfang des 20. Jahrhunderts die größte Talsperre Europas war. Interessant ist auch ein Abstecher ins Naturschutzgebiet Sistig-Krekeler Heide mit ihren seltenen Orchideen und natürlich ein Besuch des Nationalparktors Gemünd.

Aussichtsreich ist die Dreiborner Hochfläche allein, weil sie ja hoch liegt. Aber es gibt noch eine Reihe besonderer Aussichtspunkte. Zu nennen sind etwa die Eifel-Blicke Tempelchen, Modenhübel und Dreiborn.

Kulturell – wenngleich an eine dunkle Zeit erinnernd – ist sicherlich die von den Nazis erbaute Ordensburg Vogelsang am spektakulärsten. Hier gibt es verschiedene Ausstellungen – u.a. auch über den Nationalpark Eifel und natürlich zur NS-Geschichte – und pompöse Gebäude, die seit 2006 für eine zivile Nutzung umgerüstet werden, damit der Vogelsang zu einem Internationalen Platz für Kultur und Natur und wird.

Nach den Nazis kam der Kalte Krieg und daran erinnert die Dokumentationsstätte Ausweichsitz NRW, eine Bunkeranlage im Gillesbachtal, die im Falle eines Atomkriegs die Arbeit der Landesregierung sicherstellen sollte. Noch älter sind die Reste der Römischen Wasserleitung bei Kall. Und dass wir bei allen Fakten doch nie zu hundert Prozent unserer Wahrnehmung trauen dürfen, zeigt der Beuchet-Stuhl in Olef.

In Sachen alter Gemäuer gibt es neben der Ordensburg Vogelsang noch einige weitere Objekte zu benennen. Da sind Schloss Schleiden und Burg Dalbenden, Burg Dreiborn und das Poensgen-Haus.

Und es gibt spannende Sakralbauwerke rund um die Dreiborner Hochfläche: die Schlosskirche Schleiden, die Pfarrkirche St. Johann Baptist in Olef, die St. Rochus Kirche in der Wüstung Wollseifen, das Kloster Steinfeld mit dem Grab des Hermann Joseph sowie die Pfarrkirche St. Stephanus, die wohl einzige Kirche, in der Hitler, Marx und Lenin kirchenmalerisch verewigt wurden.

Vgwort