Die richtige Ausrüstung für den Wanderausflug mit der ganzen Familie

Möchte man gemeinsam mit der ganzen Familie zum Wandern in die Berge aufbrechen, sollten Eltern die Tour mit ihren Sprösslingen nicht nur sorgfältig durchplanen, sondern auch alles Nötige an angemessener Ausrüstung für den Ausflug parat haben. Mit der folgenden Checkliste wird die Bergwanderung mit den Kindern bestimmt ein voller Erfolg.

Die Tour kindgerecht planen

Bei der Planung der nächsten Familien-Bergwanderung sollten Eltern darauf achten, dass sie die Tour kindgerecht gliedern, damit der Nachwuchs später nicht mit der Wegstrecke überfordert ist, sondern er sich seine Kräfte auch gut einteilen kann. Aus diesem Grund informieren sich Eltern vorab am besten nicht nur gut über die Schwierigkeit des Geländes, sondern berücksichtigen auch die Wünsche der Kinder.

Im Kindergartenalter sollte eine Bergtour eine Gehzeit von drei bis vier Stunden nicht überschreiten, während Schulkinder bereits zu Tageswanderungen in der Lage sind, soweit regelmäßige Ruhepausen eingehalten werden.

Die Planung der Wandertour sollte außerdem flexibel sein, damit sie je nach Kondition, Motivation und Witterung verlängert oder verkürzt werden kann. Zusätzlich ist es empfehlenswert, sich zuvor über aktuelle Verhältnisse und das Wetter zu informieren. Andernfalls kann das nachher zu unliebsamen Überraschungen führen. Darüber hinaus kann es die Erwartungen und die Vorfreude der Kinder steigern, wenn Mama und Papa ihnen attraktive Wegabschnitte oder Rastplätze – zum Beispiel die Eisdiele am Ende der Strecke - vorher bekannt geben.

Die richtige Ausrüstung

1. Bekleidun​g

Geht man mit den Kindern nicht regelmäßig zum Wandern, muss man für sie nicht zwingend teure Funktionskleidung kaufen. Viel besser ist es, Kindern Kleidung in bunten Farben anzuschaffen, damit man sie auch im Walddickicht immer gut im Blick hat. Darüber hinaus sollte die Bekleidung der Sprösslinge dem Wetter entsprechend ausgewählt werden. Am besten eignet sich dafür das Zwiebelprinzip. So können mehrere übereinander gezogene Teile später nach und nach wieder ausgezogen werden. Ist das Wetter möglicherweise unbeständig, sollte am besten noch eine dünne Regenjacke mitgenommen werden.

2. Schuhwerk

Um Blasen an den Füßen vorzubeugen und um zu verhindern, dass das Laufen auf schwierigen Untergründen nicht zur Qual wird, müssen Kinderfüße durch gutes Schuhwerk angemessen unterstützt werden. Auf leichten Strecken darf zu gut eingelaufenen Sandalen oder Sneakers gegriffen werden. Herrschen auf der Wandertour jedoch überwiegend unebene, matschige und steinige Untergründe vor, sollten Eltern ihren Kindern richtige Wanderschuhe mit einer griffigen Profilsohle und atmungsaktivem Futter zulegen.

3. Rucksack

Unternehmen Familien nur gelegentlich Wanderungen, reicht auch ein ganz normaler Freizeit-Rucksack für die Kinder aus. Dieser sollte dem Nachwuchs aber einen hohen Tragekomfort bieten und am besten ergonomische Schultergurte und weiche Rücken-Polster besitzen, um den Kinderrücken angemessen zu entlasten. Rucksäcke, die speziell auf die Ergonomie von Kinderrücken ausgelegt sind, können Eltern bei schulranzen.net finden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass auch bei Kinderrucksäcken die Faustregel vom Schulranzenkauf gilt: Kinder sollten nicht mehr als zehn Prozent ihres Körpergewichts tragen.

4. Proviant

Da Kinder im Schnitt doppelt so viel trinken wie Erwachsene, werden pro Person am besten ein bis zwei Liter Wasser oder ungesüßter Tee eingepackt. Das mitgenomme Essen sollte energiereich sein und nicht zu schnell verderben oder im Rucksack zermatschen. Am besten eignen sich belegte Brote, hartgekochte Eier, Käsewürfel und Knacker sowie kleingeschnittenes Obst und Gemüse. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine kleine Notfall-Apotheke bestehend aus Heftpflastern, Blasenpflastern und Desinfektionsspray im Rucksack dabei zu haben. Auf Wanderungen kommt es oft zu kleineren Verletzungen oder Blasen am Fuß.

Reiseführer für Wanderer