Den Hund mit in den Wanderurlaub nehmen


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In diesem Jahr hoffen viele Menschen auch in Deutschland auf einen schönen warmen Frühling und auch auf eine schöne Sommerzeit. Für viele Leute soll es dann in der wärmeren Jahreszeit auch endlich wieder in den Wanderurlaub gehen. Das gilt natürlich auch für viele Hundebesitzer, die sich auch schon auf den nächsten Urlaub freuen.

Für viele Hundehalter ist es aber keine wirkliche Option den geliebten Vierbeiner während des Urlaubs etwa in einer Hundepension unterzubringen. Vielmehr ist der Hund für viele Hundemenschen ein vollwertiges Familienmitglied und geht daher selbstverständlich auch mit auf eine geplante Urlaubsreise. Bei einem geplanten Urlaub mit vielen Wanderungen kann man den Vierbeiner grundsätzlich auch mitnehmen, zumindest wenn der Hund gesund und ausgewachsen ist und über ein Mindestmaß an Fitness verfügt. Damit ist gemeint, dass der Hund problemlos in der Lage sein sollte die geplanten Wanderungen mitzumachen. Außerdem sollte man auch die richtige Ausrüstung für den Hund mitnehmen. Im weiteren Verlauf dieses Artikels wollen wir einige Tipps rund um einen gemeinsamen Wanderurlaub mit Hund geben.

Der Hund sollte längere Spaziergänge und auch Wanderungen gewohnt sein

Grundsätzlich spricht nichts dagegen den eigenen Hund auch mit auf einen Wanderurlaub mitzunehmen. Wie bereits erwähnt, solle der Vierbeiner dafür über ein gewisses Maß an Fitness verfügen. Das liegt eigentlich auch auf der Hand. Schließlich würde man selbst auch nicht auf eine lange Wanderung gehen, wenn man dafür gar nicht über die körperlichen Voraussetzungen verfügt.

Aus diesem Grund ist es auch beim Hund wichtig, dass dieser körperlich fit ist. Im Idealfall unternimmt man daher mit seinem Vierbeiner auch mit Blick auf einen anstehenden Wanderurlaub mit Hund bereits zu Hause möglichst viele längere Spaziergänge. Genauso ist es empfehlenswert den Hund schon daheim immer wieder auf längere Wanderungen mitzunehmen. Darüber hinaus ist auch Hundesport in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen immer eine gute Idee, um den Vierbeiner gesund und leistungsfähig zu halten. Verfügt der Hund über ein gewisses Maß an Kondition und ist an gemeinsame Wanderungen gewöhnt, dann spricht nichts dagegen gemeinsam mit dem Hund die Welt auf den verschiedensten Wanderungen zu entdecken.

Achtung: Gerade wenn es in der Berge gehen sollte, ist es zu empfehlen auch zu Hause schonmal einige Höhenmeter mit Hund zurückzulegen, um die eigene Fitness und die des Hundes zu steigern.

Bei kleineren Hunden gibt es auch die Möglichkeit in den Wanderurlaub eine Hundetragetasche mitzunehmen um den Hund während der Wanderung – zumindest teilweise – zu tragen. So kann auch ein kleiner oder noch junger Hund, der vielleicht (noch) keine so langen Strecken schafft, trotzdem dabei sein.

Welche Wanderungen eignen sich besonders mit Hund

Bei der Planung des gemeinsamen Wanderurlaubs mit Hund sollte man von Anfang an auch Rücksicht auf den Vierbeiner nehmen. Das fängt schon damit an, dass man in den Sommermonaten beispielsweise eher in kühleren Regionen wandern gehen sollte. Schließlich macht große Hitze nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern mindestens genauso unseren Hunden. Aus diesem Grund ist es mit Sicherheit keine gute Idee, wenn die Wanderroute am Tag über längere Abschnitte durch die pralle Sonne führt. Hier können Wanderrouten durch schattige Wälder bereits Abhilfe schaffen. Auch der ein oder andere See, Bach oder Fluss, in dem sich der Vierbeiner zwischendurch abkühlen kann, ist an warmen Tagen sehr hilfreich.

Da es im Sommer auch in Deutschland nicht unüblich ist, dass es tagsüber ziemlich heiß werden kann, kann es beispielsweise auch eine gute Idee sein, wenn man sich an den einzelnen Tagen bereits früh in den Morgenstunden auf den Weg macht. Wenn man für den Wanderurlaub tägliche Etappen eingeplant hat, die man dann auch schaffen muss, gilt es gerade auch bei Wanderungen mit dem Vierbeiner nicht zu hohe Herausforderungen anzugehen. Schließlich soll der gemeinsame Spaß im Vordergrund stehen und nicht das Erreichen von neuen Höchstleistungen.

Bei der Routenplanung sollte außerdem darauf geachtet werden, dass alle Streckenteile auch von Hunden bewältigt werden können. Steile Treppen, Leitern oder Flussdurchquerungen können für manche Vierbeiner ein unüberwindbares Hindernis darstellen.

Was gibt es beim Wanden mit Hund noch zu beachten?

Generell ist es wichtig auch für den Vierbeiner immer etwas zu Trinken und gegebenenfalls auch etwas zum Fressen dabei zu haben. Schließlich machen sportliche Leistungen nicht nur uns hungrig und durstig. Zusätzlich sollten ausreichend Pausen eingeplant werden, in denen sich Mensch und Hund erholen können.

Vor Antritt der Wanderung sollte man sich unbedingt darüber informieren welche Gesetze und Regeln im gewählten Wandergebiet gelten. Muss der Hund an der Leine geführt werden? Bei Anreise mit öffentlichem Verkehrsmittel: Muss der Hund einen Maulkorb tragen? Bei Wanderungen im Ausland gilt es außerdem die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes zu beachten. Außerdem sollte gerade im Ausland sicherheitshalber der Heimtierpass zum Nachweis einer gültigen Tollwutimpfung mitgeführt werden. Falls während den Wanderungen in Restaurants gerastet werden soll, ist es sinnvoll sich im Voraus zu informieren, ob der Hund überhaupt mit ins Restaurant darf. Gerade im Ausland ist das nicht immer selbstverständlich und teilweise sogar gesetzlich verboten!

Bei Wanderungen durch Wald und Wiesen ist ein guter Schutz gegen Parasiten wichtig

Besonders auch in den wärmeren Monaten macht es besonders viel Spaß durch den Wald zu wandern. Schließlich ist es im Wald auch bei warmen Temperaturen im Vergleich doch immer einige Grad kühler und man ist nicht so der prallen Sonne ausgesetzt. Wichtig ist bei einer Wanderung durch waldige Regionen aber auch, dass man sich selbst und den Hund möglichst gut vor unliebsamen Überraschungen schützt. Gefährlich werden können für Mensch und Tier vor allem auch Zecken, die einige gefährliche Krankheiten übertragen können. Aus diesem Grund sollte man bezogen auf den Hund unbedingt darauf achten, dass dieser zum Beispiel durch ein entsprechendes Medikament oder auch ein spezielles Anti-Parasiten-Halsband gut vor einem Angriff durch Zecken geschützt ist. Gleiches gilt im Übrigen auch für Grasmilben, die sich nur zu gern zwischen den Zehen unserer Vierbeiner einnisten und für starken Juckreiz sorgen können.

Bildnachweis: Von Jamie Street [Lizenz] via Unsplash


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderratgeber erschienen.
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