Brillen und Kontaktlinsen im Wanderurlaub

Zum Wandern benötigt man nicht nur spezielle Kleidung, Schuhe und Hautpflege. Wer auf eine Sehhilfe angewiesen ist, muss im Hinblick auf Brille und Kontaktlinsen ebenfalls Besonderheiten bedenken. Gerade bei mehrtägigen Touren sind beispielsweise die Bedingungen für den Kontaktlinsenwechsel nicht immer optimal. Mit der richtigen Vorbereitung steht einem Wanderurlaub mit Sehhilfe allerdings nichts im Wege.

Hilfreiches für Kontaktlinsenträger

Gerade bei sportlichen Aktivitäten wie dem Wandern ist man weniger eingeschränkt, wenn man Kontaktlinsen trägt. Zur Auswahl stehen Tages-, Wochen- und Monatslinsen. Wer abends einen Saunagang einlegen oder schwimmen gehen will, sollte am besten Tageslinsen wählen. Wer seine Linsen allerdings möglichst lange am Stück tragen möchte, entscheidet sich für Wochen- oder Monatslinsen.

Sind unterwegs keine Sanitäreinrichtungen mit Wandspiegel verfügbar, kann ein Handspiegel das Wechseln der Linsen erleichtern. Über Nacht werden die Kontaktlinsen in spezielle Reinigungsflüssigkeit eingelegt. Wanderer sollten darauf achten, eine ausreichende Menge des Reinigungsmittels mitzunehmen, damit es während der Tour nicht ausgeht.

Ebenfalls ist zu bedenken, dass es beim Wandern nicht immer eine Gelegenheit gibt, die Hände gründlich zu waschen. Deshalb ist es ratsam, immer ein Desinfektionsmittel für die Hände bei sich zu tragen: So gelangen beim Kontaktlinsenwechsel keine Keime oder Bakterien in die Augen.

Tipps für Brillenträger

Gerade in Höhenregionen ist die UV-Belastung sehr stark. Wer keine Kontaktlinsen verträgt oder eine modische Brille bevorzugt, muss bei den Brillengläsern also auf ausreichenden UV-Schutz achten. Deshalb sollte man seine Brille unbedingt bei einem seriösen Anbieter kaufen und die Produktbeschreibung auf Angaben zum UV-Schutz prüfen.

Wichtig ist, dass das Gestell gut sitzt und die Gläser richtig abschließen. Auf diese Weise kann auch von der Seite keine schädliche Strahlung in das Auge eindringen. Hilfreich sind auch Brillen mit einer Anti-Beschlag-Beschichtung: Durch Körperwärme und Schweiß beim Wandern können herkömmliche Brillen schnell beschlagen, wodurch die Sicht eingeschränkt wird. Mit der Beschichtung passiert das nicht.

Allerdings sollten Alltagsbrillen nur bei kurzen Wanderungen getragen werden. Sobald eine größere Tour geplant ist, ist es ratsam, eine spezielle Sportbrille zu tragen. Viele Modelle zeichnen sich durch besonders dünne und robuste Gläser aus. Dadurch schützen sie nicht nur das Auge bei körperlichen Aktivitäten, sondern überstehen auch Stöße und Stürze problemlos. Meist sind die Gläser zusätzlich polarisiert. Dadurch werden Wanderer von reflektierenden Oberflächen nicht geblendet. Brillen für sportliche Aktivitäten gibt es selbstverständlich auch mit Sehstärke.

Ab 5.000 Metern Höhe wird zudem ein Infrarot-Schutz für Haut und Augen benötigt, da in dieser Höhenregion die Belastung zunimmt. Vor allem die langwellige Infrarot-A-Strahlung kann bei fehlendem Schutz bleibende Schäden verursachen.

Bildnachweis: Von Bud Helisson [Lizenz] via unsplash.com

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