Bottenhorner Hochfläche

Die Landschaft östlich des oberen Dietzhölztals wird von drei Bächen geprägt, der Diete, dem Gansbach und schließlich der Perf, die die anderen beiden aufnimmt und dann nach 20km Länge bei Wallau in die Lahn mündet. Die Perf entspringt am Schweinskopf (520m) bei Bottenhorn, einem Stadtteil von Bad Endbach, der zugleich der sich nördlich und westlich erstreckenden Landschaft seinen Namen verpasst hat: die Bottenhorner Hochfläche.

Man nennt die Bottenhorner Hochfläche auch gerne das Dach des Hinterlands. Der Mattenberg (577m) bei Oberhörlen im Westen ist nach den Höhen rund um die Sackpfeife (674m) die höchste Erhebung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Südöstlich schließt sich die Angelburg (609m) als höchster Berg der Bottenhorner Hochfläche an, ganz im Osten das Daubhaus (552m).

Wie das gesamte hessische Hinterland zwischen Gladenbach und Biedenkopf wird auch die Bottenhorner Hochfläche durch ihre alten Fachwerkorte geprägt. Zu nennen sind beispielsweise Steinperf mit seinem sehenswerten Ortskern, die barocken Fachwerkkirchen in Rachelshausen und Oberhörlen sowie die Kaffeemühlenkirche in Runzhausen.

Die Bottenhorner Hochfläche wird eingerahmt vom Breidenbacher Grund im Norden, dem Dautphetal im Osten, dem Gladenbacher Bergland, dem Schelder Wald im Süden und dem Dietzhölztal im Westen. Die Dörfer auf der Bottenhorner Hochfläche gehören zu den Gemeinden Eschenburg, Steffenberg, Angelburg, Bad Endbach und Gladenbach.

Auf der Bottenhorner Hochfläche ist das Wandern fest in den lokalen Traditionen verankert. So gibt es in Quotshausen jedes Jahr am 1. Mai eine Waldwanderung, in Oberhörlen findet zu Himmelfahrt ein Volkswandertag statt. Die Lahn-Dill Extratouren Hörlepanoramaweg und Hirzenhainer Höhenflug laden zur privaten Erkundung der Bottenhorner Hochfläche ein.