Bar oder mit Karte? Tipps für die Urlaubskasse im Wanderurlaub

Was gibt es Schöneres, als bei einem atemberaubenden Ausblick in der Berghütte auf den bestiegenen Gipfel anzustoßen? Oder nach einem erfolgreichen Wandertag in der Gaststube gut zu essen? Ärgerlich, wenn dann der Plan durchkreuzt wird: kein Bargeld. Gerade in abgelegenen Lokalen und Berghütten ist Kartenzahlung nämlich oft nicht möglich. Neben den passenden Versicherungen sollten auch etwas Bargeld sowie die Girocard und die Kreditkarte mit auf die Urlaubs-Checkliste. Geht die Reise in ein Land außerhalb des Euro-Raumes, darf auch Bargeld in Landeswährung nicht fehlen.

So ist das Portemonnaie sicher verstaut

Zwar ist es verlockend, das ganze Reisebudget einfach bar im Geldbeutel mitzunehmen. Doch geht das Portemonnaie verloren, ist damit auch das Bargeld unwiederbringlich weg. Deshalb ist es eine gute Idee, das Bargeld aufzuteilen, zum Beispiel auf Portemonnaie, Jackeninnentasche und den Mini-Safe im Hotelzimmer. Auch Giro- und Kreditkarte sollte man besser getrennt transportieren.

Was tun, wenn das Portemonnaie weg ist?

Der erste Griff nach dem Verlust geht zum Telefon. Die Sperrung von verlorenen oder gestohlenen Karten können die Hausbank und der allgemeine Sperrnotruf vornehmen. Dieser ist rund um die Uhr erreichbar und sperrt Karten aller Institute. Der Zettel mit der Nummer des Sperrnotrufs sollte natürlich nicht im Portemonnaie aufbewahrt werden - im Notfall ist er dann schließlich auch weg. Die einfachste Lösung ist eine Notiz im Handy mit der Rufnummer und den relevanten Kartendaten. Prinzipiell ist es hilfreich, vor dem Urlaub die folgenden Fragen zu klären:

  • Wie viel Geld sollte ich in bar dabei haben?
  • Wo kann mit Karte bezahlt werden?
  • Wann ist wieder ein Geldautomat in der Nähe, zum Beispiel bei einem Ausflug in die Stadt?
  • Wie viel Geld benötige ich bis dahin?
  • Kann mir jemand aushelfen, falls eine Karte verlorengeht?

Kostenfalle Geldautomat

Obacht, Geldautomat ist nicht gleich Geldautomat! Die mit der Hausbank vertraglich vereinbarten Kosten fürs Abheben beziehen sich ausschließlich auf die hauseigenen Geldautomaten. Kunden bestimmter privater Banken können jedoch kostenfrei auch an anderen Geldautomaten abheben: Die "Cash Group" beispielsweise besteht aus Deutscher Bank, Postbank, Commerzbank und HypoVereinsbank; hier können sich Kunden dieser Institute darüber informieren, wo sie entsprechende Automaten finden. Ist kein passender Geldautomat auffindbar, sollte man unbedingt die Gebührentafeln studieren. Ein wichtiger Unterschied besteht darin, ob sich die Kosten in Form einer Pauschale oder eines Festpreises berechnen. Bei einem Festpreis sollte man lieber einmal eine etwas höhere Summe abheben als jeden Tag nur ein paar Euro. Sonst wird es unterm Strich richtig teuer.

Diese Besonderheiten gelten im Ausland

Anders sieht es aus, wenn es zum Wandern ins Ausland geht. Dort fallen für Verfügungen höhere Kosten an. Aber auch im Ausland ist an fast jedem Geldautomaten eine Gebührentafel angebracht, an der sich Urlauber über die anfallenden Kosten informieren können. Aber Achtung: Wer seinen Wanderurlaub außerhalb des Euro-Raumes macht, muss zusätzlich den Wechselkurs und eventuelle Gebühren für den Wechsel berücksichtigen. Diese kommen nämlich zu den normalen Gebühren hinzu.

Bildnachweis: Von stevepb [Lizenz] via Pixabay

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