Bad Ems Museen

Gasthof Zum LahntalGasthof Zum Lahntal

Gleich zwei spannende Museen – die zudem keinen Eintritt kosten - machen einen Ausflug nach Bad Ems auch bei nicht idealen Witterungsbedingungen erlebnisreich: Das Kur- und Stadtmuseum Bad Ems mit seiner historischen Sammlung von der Zeit der Römer bis zum Kurbetrieb der Kaiserzeit und das Emser Bergbaumuseum, das knapp tausend Jahre Bergbau dokumentiert.

Das Kur- und Stadtmuseum Bad Ems befindet sich im Rathaus und ist zugleich das Stadtarchiv. In sieben Räumen werden Ausstellungsstücke zur Geschichte des Heilbads gezeigt. Die ersten beiden Räume beschäftigen sich insbesondere mit der Bädergeschichte. Ein Modell zeigt Ems im Jahre 1650. Viele Verweise auf prominente Kurgäste wie die Schriftsteller Nikolai Gogol, Fjodor Dostojewski und Victor Hugo, Regenten wie Zar Alexander II., König Ludwig I. von Bayern und natürlich Kaiser Wilhelm I. oder Komponisten wie Richard Wagner, Jacques Offenbach und Nicolai Rimski-Korsakow runden das Bild ab.

In Raum 3 beschäftigt sich das Kur- und Stadtmuseum Bad Ems mit der Frühgeschichte. Erste Funde sind Steinbeile aus der Zeit von 1800 v. Chr. Von 90 n.Chr. bis 260 n.Chr. waren die Römer in Ems und unterhielten ein Kastell am Limes. Aus dieser Zeit stammen Münzen und Tonkrüge, die ausgestellt werden. Die Franken vertrieben die Römer und ließen sich an der Lahn nieder. Aus dieser Zeit stammt u.a. die Emser Runenspange, die nur als Nachbildung zu sehen ist. Das Original befindet sich im Kölner Wallraf-Richartz-Museum.

Die folgenden drei Räume widmen sich der Bergbaugeschichte und den Alltagsgegenständen aus vergangenen Tagen. Der letzte Raum schließlich ist wechselnden Ausstellungen von heimischen Künstlern vorbehalten.

Das Emser Bergbaumuseum wurde 1996 im ehemaligen Steigerhaus aufgrund privater Initiative eröffnet. Der erste Schauraum widmet sich dem vorindustriellen Bergbau, der mit der ausgestellten Urkunden von 1158 dokumentiert ist. Original-Schlacken weisen auf eine mittelalterliche Eisenschmelze mit Rennöfen am First bei Kemmenau hin.

Im zweiten Raum wird die industrielle Phase des Bergbaus im Emsbachtal veranschaulicht. Ein originaler Förderwagen mit Haldenerz steht in der Raummitte. Karbid-Grubenlampen hängen in der Fachwerkwand und zeigen die Bedeutung des Lichtes für den Bergmann auf. Grubenpläne an der Wand zeigen die Ausdehnung der Stollen und Schächte. Weitere Exponate sind Originalwerkzeuge und ein Bergmannsklo, die sogenannte Atzel.

Raum 3 widmet sich den sozialen Aspekten des Bergbaus. Der letzte Raum schließlich beherbergt das Mineralienkabinett. Hier sind verschiedene private Sammlungen von Gesteinsproben vereinigt. Schwerpunkt ist die Region um Bad Ems, aber es werden auch Stücke aus dem Siegerland und von der Mosel gezeigt.