Büdinger Wald

Der Büdinger Wald grenzt im Südosten die Wetterau vom Vogelsberg und dem Spessart ab. Die Grenzen zu den benachbarten Wandergebieten sind nicht zu verfehlen, sind es doch zwei Flüsse, die als natürliche Trenner fungieren. Im Osten ist es die Bracht und im Süden die Kinzig. Der Büdinger Wald hat dabei gar nicht so viel mit Büdingen zu tun, wie es der Name nahelegt. Der Büdinger Wald gehörte historisch vielmehr zur Kaiserpfalz in Gelnhausen.

Im Büdinger Wald stoßen wir neben schönen Waldgebieten auch auf Einiges in Sachen Kultur. So gilt die Kaiserpfalz der Barbarosstadt Gelnhausen als besterhaltene Reichsburg aus der Zeit der Staufer (11. bis 13. Jahrhundert). Ebenfalls ein echter Hingucker ist Schloss Büdingen.

Büdingen ist ohnehin eine Reise wert, gilt die Stadt doch auch als hessisches Rothenburg, da die Altstadt noch fast komplett in mittelalterlichen Strukturen erhalten ist. Man kann über die große Stadtmauer gehen, sieht das beeindruckende Jerusalemer Tor und steht am Luckischen Hof vor einem beeindruckenden Fachwerkbau der Renaissance.

In Sachen sakraler Kultur empfiehlt sich ebenfalls Büdingen als Ziel, allein schon wegen der kleinen Remigiuskirche aus dem 11. Jahrhundert und der beeindruckenden Marienkirche. Natürlich bietet sich ein Ausflug in die alte Herrnhuter Siedlung Herrnhaag an und die Marienkirche in Gelnhausen lohnt einen Besuch wegen der interessanten Mischung verschiedener Baustile und der schönen Innenausstattung.

In der Kleinstadt Wächtersbach und dem Stadtgebiet laden zahlreiche Seen und Gewässer zum Angeln und Entspannen ein, besonders bei Wittgenborn. Wächtersbach hat eine hübsche Altstadt zu bieten und ein historisches Rathaus im gotischen Stil aus dem Jahre 1495. Im Rathaus ist das Museum und gegenüber eine Ausstellung zur bekannten Wächtersbacher Keramik.

Last not least ein Wort zu Limeshain, der einzigen Gemeinde, die den Limes im Namen führt. Hier gibt es nicht nur die Bodenverformung eines ehemaligen Kastells zu sehen, sondern ein Stück Limes wurde auch nachgebaut und ein Römerturm – der als sehr authentischer Nachbau eingestuft ist – zeigt, wie die Römer ihren Grenzwall bewachten.

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