Auch Wandern will gelernt sein: Vorbereitung für die erste größere Tour

Wandern ist ein beliebtes Hobby, das für viele Menschen geeignet ist und dem man vielerorts nachgehen kann. Allein in Deutschland gibt es unzählige Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Allerdings sollte man nicht einfach drauflos marschieren, denn zum Wandern braucht es etwas mehr als zum Spazieren. Das betrifft sowohl die körperliche Fitness als auch die Ausrüstung. Welche Übungen sind sinnvoll zur Vorbereitung und was sollte man auf eine Wanderung unbedingt mitnehmen?

Der Unterschied zwischen Wandern und Spazieren

Wandern und Spazieren erscheinen auf den ersten Blick relativ ähnlich. Man bewegt sich draußen an der frischen Luft, meistens in der Natur. Doch wo hört das Spazierengehen auf, wo fängt das Wandern an? Dieser fast schon philosophischen Frage widmet sich ausführlich ein Artikel des Blogs martinswanderlust.de. Anhaltspunkte sind zum Beispiel die Strecke, die man überwindet, oder die Zeit, die man dafür braucht. Demnach kann man Wandern als langes Gehen über eine große Strecke definieren, während Gehzeit und Strecke beim Spazieren kürzer sind. Einen Unterschied macht auch die Planung: Auf eine Wanderung bereitet man sich mental und körperlich vor, auf einen Spaziergang im Normalfall nicht.

Wie man am besten anfängt

Eine Wanderung ist anstrengender als ein Spaziergang. Deshalb sollte man vor der ersten großen Tour ein wenig üben - beispielsweise, indem man zunächst regelmäßig in zügigem Tempo spazieren geht und die Distanz dabei nach und nach verlängert. Bleibt man dabei auf asphaltierten Wegen oder einfachem Terrain, sind dafür nicht sofort Wanderschuhe nötig - einfache Schnürschuhe genügen. Allerdings sollten sie sehr bequem sitzen. Manche Modelle sind etwas weiter geschnitten und somit auch für Menschen mit empfindlichen Füßen und Fußfehlstellungen geeignet. Zusätzlich hilft es, die Füße gezielt zu trainieren - das beugt Verletzungen und Schmerzen vor.

Um das Gleichgewicht, die Waden und das Fußgewölbe parallel zu trainieren, ist der Ballenstand ideal. Auch das Belasten der Fußinnen- oder Außenkanten beim Gehen trägt zur Stärkung der Muskulatur bei. Balancieren und die Mobilisation der Fußgelenke ergänzen das Training und fordern alle Muskelgruppen der Füße. Gelegentliche Massagen nach den Übungen lockern und entspannen die Fußmuskulatur.

Was an Ausrüstung nicht fehlen darf

Soll es auf die erste größere Wandertour gehen, wird es Zeit für die richtige Ausrüstung. Das A und O sind die Wanderschuhe: Sie dürfen nicht drücken oder scheuern, sonst läuft man sich schnell Blasen. Ein Schaft, der bis über den Knöchel reicht und ihn stabilisiert, schützt vor Verletzungen. Unverzichtbar ist auch ein passender Rucksack: Er sollte genug Platz bieten, um die wichtigsten Dinge unterzubringen, beispielsweise eine Regenjacke oder die Wegzehrung. Ist der Rucksack allerdings zu groß, verleitet er dazu, unnötiges Gepäck mitzunehmen. Das zusätzliche Gewicht kann beim Wandern stören und die Tour unnötig anstrengend machen.

Unbedingt in den Rucksack gehört eine Wanderkarte: Zwar kann man inzwischen auch mit dem Smartphone navigieren, doch falls man keinen Empfang hat oder der Akku leer ist, ist man mitunter auf die Navigation mit der Karte angewiesen.

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Wanderratgeber Ausrüstung und Kleidung