Über den Seelensteig zum Föhraufilz (Rundtour im Bayerischen Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑316m  ↓316m
Kein Wegzeichen hinterlegt

90 Milliarden Bäume stehen in Deutschlands Wäldern. Das sind pro Kopf über 1.000 Stück. Das ist beachtlich! Am häufigsten in Wäldern zu sehen: die Fichte. Buche, Eiche, Birke und Ahorn, Esche und Erle sowie die Kastanie gehören auch zu den Stammgästen im Wald. Waldvergangenheit und Waldzukunft können wir auf dem Seelensteig im Bayerischen Wald erleben.

Der Erlebnissteig, den man über Holzstege erkunden kann, zeigt wie aus Bruch neues entsteht. Start ist der Wanderparkplatz Flanitzebene. Der liegt im Ortsteil Klingenbrunn Bahnhof. Der Teil Bahnhof wiederum ist ein Teil von Klingenbrunn, das südlich von uns liegt und alle zusammen gehören der Gemeinde Spiegelau an. Nahe dem Wanderparkplatz wird Wetter gemessen.

Wie warme Luft steigen wir auch erstmal bergauf und zwar zum Klingenbrunner Rachelsteig, der uns, würden wir ihn nicht nach gesamt rund 2,8km auf einer Höhe von 978m verlassen, zum Großem und Kleinem Rachel, bringen kann. Die Flanitz fließt derweil westlich von uns, an der Grenze vom Nationalpark Bayerischer Wald.

Wir biegen an der Wegekreuzung scharf rechts ab und wandern ein Weilchen in der Höhenlage mit leicht abnehmender Tendenz. Wer sich die Kultur der Totenbretter an einem Beispiel ansehen mag, macht den Abstecher zu dem von Dr. med. W. v. Wrede. Die Wanderung passiert den Bachlauf Hochseigen, das ist einer von mehreren, die später das Flüsschen Schwarzach füllen.

Über den Wanderparkplatz Gfäll und abwärts geht es via Schwarzachstraße und längs der Schwarzach zum Seelensteig, den wir nach etwa 5,5km erreichen. Um die Entstehung eines natürlichen Bergmischwaldes aus Fichten, Tannen, Buchen beobachten zu können, wurden durch das Areal Holzstege mit Treppen gebaut, so dass kein Baum zersägt werden musste. Der Seelensteig, man findet auch Literarisches, betitelt sich als „Zukunftsfenster in die natürliche Waldentwicklung“. Er ist allerdings nicht bei jeder Witterung zugänglich.

Über die Schwarzachstraße wandern wir weiter, biegen links ab zum Föhraufilz mit Aussichtspunkt. Wie der Name schon anmutet, ist es ein Feuchtgebiet. Östlich erhebt sich der Siebenrücken (852m) und westlich quillt der Föhraubach heraus.

Wir machen eine südliche Runde und gelangen auf den Weg Neuhüttenstraße, kommen an die Stelle wo der Föhraubach in die Schwarzach mündet, die ihrerseits gen Süden fließt, um in Spiegelau die Große Ohe mit Wasser anzureichern. Von der Neuhüttenstraße geht es erneut auf die Schwarzachstraße, von dieser aufs Lindaustraßl über den Brentaubach, dann entlang der Nationalparkgrenze zurück zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Rosa-Maria Rinkl [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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