Weyer (Villmar)

Den Villmarer Ortsteil Weyer erreicht man nach gut drei Kilometern, wenn man den Goldenen Grund verlässt und von Oberbrechen aus dem Laubusbach in nördliche Richtung folgt. Weyer ist geprägt von ausgedehnten landwirtschaftlichen Nutzflächen, die sich oberhalb der Ortslage in Richtung Villmar erstrecken.

Weyer wurde wie Aumenau bereits im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt und zählt damit zu den älteteren Siedlungen im Untertaunus. Anders als in Villmar spielte in Weyer aber nicht der Marmor, sondern der Abbau von Erzen historisch eine große Rolle. Davon zeugen heute noch im Weyerer Wald die Anlage der Silbergrube Altehoffnung und gleich mehrere Eisensteingrubenverbaue.

Das Ortsbild von Weyer beherrscht die evangelische Kirche mit ihrem wuchtigen romanischen Turm, der die Weyerer Kirche als Wehrkirche auszeichnet. Von der ehemaligen jüdischen Kultusgemeinde Weyer zeugt heute in der Untergasse die ehemalige Synagoge, die zwar umgebaut, in ihrer Bausubstanz dennoch erhalten ist.

Neben einigen schönen Fachwerkbauten im Ort ist vor allem das Kammerrat-Schmidtsche Anwesen mit Torbau und einer schönen Kombination aus Bruchstein und Fachwerk zu erwähnen.

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