Waldstadt Iserlohn

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Iserlohn nennt sich in der Eigenwerbung zu Recht die Waldtsadt im SauerlandIserlohn nennt sich selbst die Waldstadt. Und das zu Recht. Stadtwald, Humpfert, die in den Balver Wald überleitende Iserlohner Heide oder Seilerwald sind nur einige Beispiele für die ausgedehnten Waldflächen, die die Kernstadt umgeben. Je weiter südöstlich man sich dabei orientiert, desto näher kommt man dem Naturpark Homert, der freilich außerhalb des Iserlohner Gebiets liegt. Dennoch ist hier an der Landschaft erkennbar, dass es ins Mittelgebirge geht: Die Gipfel erreichen Höhen in den 400ern und Bäche haben steile Täler in die Bergflanken gegraben.

Unterwegs im Stadtwald Iserlohn im Lennebergland (Sauerland)Nach Norden hin, jenseits der Waldgebiete und der Autobahn A 46 verändert sich die Landschaft stark. Je weiter man sich der Ruhr nähert, desto flacher wird die Landschaft, und desto mehr intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen sind zu sehen.

Iserlohn blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ein Begriff ist manchem historisch Interessierten sicherlich der Iserlohner Aufstand von 1849. Iserlohn war damals das westfälische Zentrum der sogenannten Mai-Revolution, dem ersten Versuch, einen einheitlichen und demokratischen deutschen Nationalstaat zu schaffen. Wer sich eingehender über die Rolle Iserlohns in dieser Zeit informieren möchte, wird im Stadtmuseum fündig.

Besonders reich an Sehenswürdigkeiten ist das Tal des Grüner Bachs, einem 12km langen Zufluss der Lenne, der nördlich von Evingsen entspringt und auf Iserlohner Stadtgebiet mündet. Hier befindet sich die weithin bekannte Dechenhöhle, der Lennedom ist nicht weit, die sagenumwobenen Felsen Pater und Nonne sind hier zu finden und vieles mehr.

Die historische Fabrikanlage Maste-Bahrendorf bei Iserlohn im SauerlandAuch die Innenstadt Iserlohns ist gut für spannende Entdeckungen in Form von ungewöhnlichen Museen und geschichtsträchtigen Kirchen. Eines der bekanntesten Ziele dürfte aber die historische Fabrikanlage Maste-Barendorf sein, die in weitgehend unverfälschter Form eine Industrieansiedlung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebbar macht.

Für Naturfreunde eignen sich vor allem die Waldgebiete als Ausflugsziele. Insbesondere der Iserlohner Stadtwald bietet mit seinen gut gepflegten Wanderwegen beste Aussichten für einen oder mehrere Tage im Grünen rund um den Danzturm, von dem aus man bis nach Hamm und Dortmund schauen kann, wenn das Wetter mitmacht.

Am Fröndenberg oberhalb von IserlohnDie Waldstadt Iserlohn liegt ganz im Norden des Sauerlandes, wo die Ruhr die natürliche Grenze zum Ruhrgebiet bildet. Im Süden reicht das Stadtgebiet fast bis an die Lenne, an deren Ufern sich an dieser Stelle der Altenaer Sattel anschließt. Westlicher Nachbar ist der Hagener Tälerkessel, wo die Lenne die Abgrenzung für unsere Betrachtungen bildet, wenn sie auch an dieser Stelle nicht mit den politischen Grenzen übereinstimmt. Im Osten schließlich sind die Städte Hemer und Menden die direkten Nachbarn von Iserlohn.

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