Wahnbachtalsperre

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Die Wahnbachtalsperre bei SiegburgÖstlich von Siegburg liegt die 200ha große Wahnbachtalsperre, die vom Wahnbach gespeist wird. Der Wahnbach entspringt südwestlich von Drabenderhöhe und durchfließt die Mucher Hochfläche. Der Einlauf der Talsperre bildet dann den Übergang ins Unteraggertal, bevor der Wahnbach nach insgesamt 29km bei Seligenthal in die Sieg mündet. Die Wahnbachtalsperre deckt 55% des Trinkwasserbedarfs im Großraum Bonn-Siegburg und verfügt über eine der modernsten Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Welt. Ihr Umland unterliegt strengen Schutzmaßnahmen, in den angrenzenden Wäldern verlaufen daher keine Wanderwege, aber der Stausee selbst ist trotzdem ein lohnendes Ausflugsziel.

Auf der Dammkrone der WahnbachtalsperreDie Wahnbachtalsperre ist ein imposantes Bauwerk: Ihr Staudamm ist mehr als 52m hoch. Der Stausee ist 5,8km lang und bis zu 46m tief. Er hat eine Speicherkapazität von mehr als 41 Milliarden Liter Wasser; das entspricht dem durchschnittlichen Abfluss des Rheins bei Bonn in etwa fünfeinhalb Stunden. Gemäß Wasserrecht dürfen jährlich bis zu 28,1 Millionen Kubikmeter entnommen werden. Bei Niedrigwasser wird mit dem Wasser der Wahnbachtalsperre außerdem die Sieg gespeist. Bei Hochwasser kann der Stausee die umliegenden Gewässer um bis zu 2 Millionen zusätzliche Kubikmeter Wasser entlasten.

Eine Hinweistafel informiert über den Bau der WahnbachtalsperreAls die Wahnbachtalsperre 1958 in Betrieb genommen wurde, verschwanden zahlreiche Gebäude in ihren Fluten. Bei geringem Wasserstand, wie dies im Sommer 2008 der Fall war, sind einige der überfluteten Brücken zu erkennen.

In der geschützten Natur haben sich zahlreiche Vogelarten und Reptilien angesiedelt. Der Fischbestand der Wahnbachtalsperre unterliegt ständigen Kontrollen, um ein gesundes Gleichgewicht gewährleisten zu können. Zu den „Bewohnern“ der Wahnbachtalsperre gehören Barsch, Blaufelchen, Brasse, Erbsenmuschel, Schnauzenschnecke, Strudelwurm, Wasserassel und Wassermilbe sowie Großlibelle. 1990 holte ein Angler eine 18 Pfund schwere Forelle aus der Wahnbachtalsperre – ein Zeichen, dass die nur begrenzt ausgegebenen Fischereilizenzen sich bezahlt machen und es den Fischen in der Wahnbachtalsperre richtig gut geht.

Zwischen Seligenthal und Gut Umschoss im Süden der Wahnbachtalsperre liegt das Naturschutzgebiet Sandgrube Seligenthal, das aus einer stillgelegten Sand- und Kiesgrube entstand. Der Bereich mit dem ausgedehnten Mischwald und den vielen Kleingewässern, die sich nach Stilllegung der Grube bildeten, stellen einen idealen Lebensraum für die geschützte Gelbbauchunke dar.

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