Rod an der Weil
Rod an der Weil ist der Verwaltungssitz der Gemeinde Weilrod im Hochtaunus. Rod liegt auf 270m ü. NN und wird komplett von der Weil durchflossen. Wie auch in manchen Orten der Nachbargemeinde Weilmünster gibt es auch hier Hinweise auf die frühe Besiedlung des Gebietes durch die Kelten.
Auf ein Alter von gut 2.500 Jahren blicken etwa die Reste der noch unerforschten Ringwallanlage Rentmauer auf dem Eichelberg (390m). Die quadratisch angelegte Anlage weist eine A-Form auf, die durch die Anordnung der Überreste entsteht. Ursprünglich wird sie höchstwahrscheinlich als Vorposten gedient haben. Der Wall ist an der nördlichen Seite etwa 30m durchbrochen, was auf den Zugang schließen lässt. Im von zwei Seiten umschlossene Mittelbereich befindet sich ebenfalls ein Wall. Die Mauerreste haben von Osten nach Westen ca. eine Länge von 125m und von Norden nach Süden rund 90m Länge.
Wer sich weniger mit gebauten alten Steinen beschäftigen möchte, sondern aktiv mit der Herkunft der Steine, der sollte einen Abstecher in Richtung Cratzenbach machen. Dort befindet sich ein alter Steinbruch, der als Grillplatz des Naturparks Hochtaunus dient und gleichzeitig auch vom Alpenverein als Klettersteinbruch Cratzenbach betreut wird. Auf der Strecke sind die Haken schon vorgesteckt und somit kann die Steilwand mit Vorkenntnis und Seilen erobert werden.
Hoch über dem Weiltal thront die evangelische Kirche von Rod am Weil. Viel ist leider nicht über den imposanten vermutlich gotischen Westturm bekannt. Durch Aufschriften weiß man jedoch, dass Kirchenschiff und Chor von 1891 stammen und romanisch sind. Die Orgel von Gustav Roßmann erbaut, stammt fast aus dem selben Jahr 1892/93.
Ein wenig mehr ist über das Pfarrhaus in Rod an der Weil bekannt. Es gilt als eines der ältesten Gebäude Deutschlands und wird auf das frühe 13. Jahrhundert geschätzt. Nachweisbar ist, dass die jüngeren Teile, wie die Inschrift des Türbalkens nahe legt, aus dem Jahre 1522 stammen. Der Bau ist recht robust gebaut und erinnert auch nicht zuletzt wegen der Pechnase über dem Eingang an eine kleine Festung. Diese robuste Bauweise ist wohl auch dafür verantwortlich, dass sich das Gebäude so gut über die Zeit hielt. So sind auch nur die oberen der vier Stockwerke als Fachwerk ausgebaut, während die unteren aus massivem Stein bestehen.
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