Plettenberg

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Am Plettenberger Marktplatz mit Christuskirche im HintergrundPlettenberg nennt sich selbst die Vier-Täler-Stadt. Sie liegt eingebettet in das Ebbegebirge und grenzt zugleich mit dem nördlichen Ufer der Lenne an den Naturpark Homert. Mit reichlich Wald in der Umgebung kann die Stadt bei wanderfreudigen Besuchern punkten.

Die Vier-Täler-Stadt Plettenberg verdankt diesen Beinamen den Gewässern Lenne, Else, Oester und Grünebach. Oester, Else und Grünebach münden alle bei Plettenberg in die Lenne und fließen von Süden – vom Ebbekamm – zu.

Die Else fließt bei Plettenberg im Ebbegebirge in die LenneUmstanden von Plattberg (548m), Hohe Molmert (575m) und Saley (488m) hat Plettenberg seinen Besuchern einiges zu bieten. Stadtrechte erhielt Plettenberg im Jahr 1397. Damals wurde die Stadt auch mit Mauern und Wehranlagen versehen, um sie gegen die benachbarten kurkölnischen Länder und deren Fürsten zu schützen. Bergbau und Eisenverarbeitung gewannen in der Folgezeit rasch an Bedeutung. Nicht zuletzt die verkehrstechnisch günstige Lage an der Lenne trug mit dazu bei.

Die Schützenhalle in Plettenberg liegt direkt im ZentrumEinige historische Gebäude in der Stadt sind einen zweiten Blick wert. Darunter das Bahnhofsgebäude in der Herscheider Straße, das 1912 entstand. Oder das kurz danach im klassizistischen Stil erbaute ehemalige Stationsgebäude, das heute vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) genutzt wird. Hier steht sogar das kleine Toilettengebäude unter Denkmalschutz, was wohl auch nicht gerade alltäglich sein dürfte.

Ein weiteres, erwähnenswertes Gebäude ist das Plettenberger Amtsgericht. Es entstand in wilhelminischer Zeit und zeichnet sich vor allem durch seinen typischen, historisierenden Baustil aus.

Das Heimathaus Plettenberg zeigt Interessantes aus der VergangenheitWenn man schon einmal vor Ort ist, könnte man auch dem Plettenberger Heimathaus einen Besuch abstatten. Es liegt direkt am Kirchplatz. Wie die Menschen – sowohl Bauern als auch Bürger in der Stadt – im 18. und 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten, das zeigt die Ausstellung mit zahlreichen Exponaten.

Der Stephansdachstuhl überspannt den alten Markt in PlettenbergBeim Bummel durch die Fußgängerzone am Alten Markt sollte man den Blick einmal nach oben richten. Mit der roten Dachkonstruktion, dem sogenannten Stephandachstuhl, hat es nämlich eine besondere Bewandtnis. Das Bogendach entstand ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Dach für das Maschinenhaus der ortsansässigen Firma Graewe & Kaiser. Die freitragende Konstruktion ermöglichte es damals, besonders große Räume zu überspannen. Interessantes Detail: Die Träger bestehen aus Holz, nicht aus Stahl, wie man vielleicht denken könnte. Das hat nicht zuletzt den großen Vorteil, dass das gesamte Dach dadurch leichter ist. Als die Firmengebäude abgerissen wurde, rettete man das Stephansdach und machte daraus die Überdachung für die Fußgängerzone.

Der Geschichtspfad informiert mit blauen Tafeln in der Innenstadt von PlettenbergDie Innenstadt hat noch weitere teils denkmalgeschützte alte Gebäude zu bieten. Wer sich darüber und über die Stadtgeschichte im Allgemeinen näher informieren möchte, der kann nach den rund dreißig Informationstafeln Ausschau halten, die zusammen den Plettenberger Geschichtspfad bilden. Gymnasiasten konzipierten diesen Pfad im Rahmen ihrer Geschichts-AG im Jahr 1997. Die Tafeln berichten über allerlei Wissenswertes und sind an markanten Plätzen oder Bauten angebracht. Inzwischen wird der Pfad durch das Stadtarchiv betreut und kontinuierlich ausgebaut.

Eine feste Institution im Veranstaltungskalender der Region ist der Plettenberger Frühjahrsmarkt. Er findet immer am letzten Aprilwochenende statt. Kirmes, Verkaufsstände und Fahrgeschäfte locken jedes Jahr zahlreiche Besucher in die Stadt.

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