Holzbachschlucht
Das bereits seit 1929 ausgewiesene Naturschutzgebiet der Holzbachschlucht zählt neben dem Erdbach im hessischen Breitscheid zu den schönsten Bachdurchbrüchen des Westerwalds.
Zwischen dem Dappricher Hofgut (erste Erwähnung bereits 1212) und Gemünden gelegen, bahnt sich hier der Holzbach auf einer Länge von 1km den Weg bis zu 30m tief durch den Basalt und hat ein wildromantischen Tal mit steilen Felswänden geschaffen.
Auf beiden Seiten des Bachs führen Wanderwege entlang, für die allerdings festes Schuhwerk zu empfehlen ist. Von den hohen Felswänden der Schlucht brechen immer wieder Brocken herunter. Basaltblöcke, die im Gewässerbett liegen bleiben, und umgestürzte Bäume verleihen dem engen Tal seinen einzigartigen Charakter.
In Gemünden münden Holzbach und Schafbach in den Elbbach. Hier wartet auf den interessierten Besucher eine historische Kirche, die ehemalige Stiftskirche St. Severus. Bereits 879 wurde im Beisein von König Ludwig III. – einem Enkel Karls des Großen – der Stift geweiht. Um 1100 wurde die heute Pfeilerbasilika errichtet. Bis ins 15. Jahrhundert war die Stiftskirche St. Severus Grablege der Westerburger Grafen. Mit der Reformation wurde die Kirche evangelisch. Nach einer großen Renovierung 1973 wurden der ursprüngliche romanische Zustand wieder hergestellt und Reste romanischer Malereien freigelegt.
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