Hadamar Geschichte
Das erste Zeichen der Besiedlung der Region um Hadamar ist das Steinkistengrab in Niederzeuzheim, das aus der Zeit um 3.000 v. Chr. datiert. Die frühesten urkundlichen Erwähnungen entstammen aus dem 8. und 9. Jahrhundert.
Im Jahr 1324 wurde unter dem Grafen Emich von Nassau-Oranien aus dem ehemaligen Klosterhof die Stadt Hadamar gebildet. Die alte Stadt fiel im 16. Jahrhundert einem Brand zum Opfer. Den Wiederaufbau organisierte der Graf - später Fürst - Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590–1653). Er ließ das alte Wasserschloss zu einem Renaissance-Schloss umbauen und legte die Neustadt schachbrettförmig mit großflächigen Marktplätzen und öffentlichen Brunnen an. Fürst Johann Ludwig holte die Franziskaner in die Stadt, unterstützte den Bau des Klosters mit Stiftungen und sorgte für die Niederlassung des Jesuitenordens Hadamar.
Der in Dillenburg geborene Johann Ludwig von Nassau-Hadamar ging in die Geschichtsbücher als kaiserlicher Verhandlungsführer des Westfälischen Friedens ein, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Als Johannes Ludovicus Comes Nassauhe unterschrieb er als erster den Friedensvertrag. Für seine Bemühungen für das Zustandekommen des Friedens zwischen Spanien und Holland wurde er 1647 von König Philipp IV. zum Ritter des Goldenen Vließes ernannt. Als besonderen Dank für seine Verdienste beim Zustandekommen des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 wurde er im Jahr 1650 von Kaiser Ferdinand II. in den Stand eines Reichsfürsten erhoben, wodurch Hadamar zur Residenzstadt wurde.
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