Dillenburg

Beitrag erstellt 19.02.2009 - 15:14 von tomtom

Dillenburg Blick vom Obertor auf den WilhelmsturmDillenburg ist seit alters her das städtische Zentrum an der Ostflanke des Hessischen Westerwalds.

Es verfügte im frühen Mittelalter über eine der größten Burganlagen Europas, ist Geburtsstätte von Wilhelm von Oranien und war im 19. Jahrhundert Drehkreuz des Wirtschaftsraums Lahn-Dill mit der damals größten Gewerbedichte in Deutschland. Heute hat Dillenburg seine politische und wirtschaftliche Stellung weitgehend eingebüßt. Sehenswert ist die Kleinstadt an der Dill aber nach wie vor.
 
Dillenburg HüttenplatzEin Gang durch die historische Altstadt von Dillenburg beginnt im Süden am Untertor, dem Wohngebiet des gehobenen Bürgertums. Richtung Norden passiert man den Hüttenplatz, die Keimzelle der historischen Siedlung. Hier stehen heute zahlreiche aufwändig restaurierte Fachwerkhäuser wie etwa das Haus Stremmel. Richtung Obertor – dem nördlichen Ende der Altstadt – kommt man u.a. auch am alten Rathaus vorbei, in dem heute die Touristeninformation untergebracht ist.
 
Dillenburg historische Stadtkirche von 1491Über der Altstadt erhebt sich die evangelische Stadtkirche aus dem Jahr 1491. Im Turm schlägt noch die alte „Walpurgis-Glocke“ von 1510. Im Gotteshaus selbst befindet sich die Grablege der Vorfahren des Hauses Oranien-Nassau. Hier sind unter anderem die Eltern des Prinzen Wilhelm I. von Oranien bestattet.
 
Nachdem ab 1530 in der Grafschaft Nassau-Dillenburg die Reformation eingeführt wurde, erhielt die Kirche zwei Emporen, so dass sie heute etwa tausend Besucher aufnehmen kann. Zum 500-jährigen Kirchenjubiläum wurde 1991 eine neue Orgel in das barocke Orgelgehäuse, das von 1719 bis 1880 schon einmal auf der Orgelempore stand, eingebaut.

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